Medienrecht

WDR-Rundfunkrat stimmt umstrittenen Box-Vertrag zu

Der WDR-Rundfunkrat hat nach langen Diskussionen dem Vertrag zwischen der ARD und dem Sauerland-Boxstall zugestimmt. Der Ankauf der Ausstrahlungsrechte für Profi-Boxkämpfe im Zeitraum 2013 und 2014 war intern stark umstritten. Die ARD hatte ursprünglich geschätzte 54 Millionen Euro für einen Dreijahresvertrag mit dem Promotor Sauerland ausgeben wollen. Das Gremium hat zwar nun dem Vertrag zugestimmt, doch man stellte gleich klar, dass man künftig keine Zustimmung mehr zu Boxkämpfen abgeben wolle.

Somit ist es unklar, wie die Zukunft des Boxsports in der ARD aussehen wird. Über die nun beschlossenen Rahmenbedingungen zeigte man sich zufrieden: „Der auf Initiative der Gremien geänderte Vertrag mit verkürzter Laufzeit, verringerter Anzahl an Boxkämpfen und entsprechend reduzierten Kosten sowie dem Verzicht auf eine einseitige Verlängerungsoption seitens der ARD stellt aus Sicht des WDR-Rundfunkrats einen akzeptablen Kompromiss dar“, sagte die Rundfunksrats-Vorsitzende Ruth Hieronymi.

Weiter sagte sie: „Die letztendliche Zustimmung ändert nichts an der bei vielen Mitgliedern des Rundfunkrats nach wie vor grundsätzlich kritischen Haltung gegenüber der Übertragung von Profi-Boxkämpfen in der ARD.“ Zugleich betonte Hieronymi, dass die WDR-Gremien sich mit ihrer Entscheidung schwer getan hätten.

WDR-Intendantin Monika Piel: „Die Sportberichterstattung in der ARD zeichnet sich durch eine große Bandbreite und Vielfalt aus. Dazu zählt auch das Boxen, das seit Jahren ein begeistertes Publikum findet. Die Zustimmung des WDR-Rundfunkrats zum neu verhandelten Vertrag ist eine gute Lösung im Interesse unserer Zuschauerinnen und Zuschauer.“ Noch steht übrigens die Zustimmung des SWR aus. Bisher hatten nur die Gremien des MDR und des NDR den Box-Rechten zugestimmt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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