Medienrecht

WDR-Rundfunkrat gegen 7-Tage-Regel

Die sogenannte 7-Tage-Regel der öffentlich-rechtlichen Mediatheken sorgt immer wieder für Diskussionen. Nun hat sich der WDR-Rundfunkrat auch gegen diese Regelung ausgesprochen. 

Öffentlich-rechtliche Sender dürfen aktuelle Sendungen (u. a. Tagesschau außer 20 Uhr, Morgenmagazin, Nachtmagazin) nur bis zu sieben Tage im Netz einstellen. Gegen diese Regelung hat sich der WDR-Rundfunkrat auf seiner letzten Sitzung ausgesprochen.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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„Zeitgemäße Entscheidungen“ nötig

Man müsse „zeitgemäße Entscheidungen für die Verweildauer von Angeboten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Internet“ finden, so die Forderung der Gremiumsvorsitzenden Ruth Hieronymi.

Veränderte Sehgewohnheiten

Dies sei „vor dem Hintergrund der technischen Entwicklung und den veränderten Sehgewohnheiten der Nutzerinnen und Nutzer von Online-Medien dringend geboten“, so Hieronymi laut der Meldung des WDR-Rundfunkrates weiter.

Sachbezogene Kriterien statt starrer Regeln

Künftig sollten anstelle starrer Regeln sachbezogene Kriterien wie der journalistisch-redaktionelle Anlass, die Verfügbarkeit nötiger Rechte und die Wirtschaftlichkeit die Dauer von Angeboten im Netz bestimmen.

Urheber- und Produzentenvergütungen

Horst Schröder, der Vorsitzende des Ausschusses für Rundfunkentwicklung im WDR-Rundfunkrat, betont: „Die Angebote im Netz müssen in einem angemessenen Verhältnis zu den Urheber- und Produzentenvergütungen stehen.“

Mit seiner aktuellen Stellungnahme richtet sich der WDR-Rundfunkrat vor allem an die Bund-Länder-Kommission. Sie hat den Auftrag, die verschiedenen Regulierungen für Rundfunk und Internet auf Bundes- und Landesebene aufeinander abzustimmen, da die verschiedenen Medien immer stärker zusammenwachsen („Konvergenz“), so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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