Medienrecht

WDR-Produzentenbericht: Mehr Geld für Auftragsproduktionen

Der WDR setzt seine Transparenzoffensive fort und hat den Produzentenbericht 2013 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass mehr Geld für Auftragsproduktionen ausgegeben wurde.

Der Gesamtwert aller Auftrags- und Koproduktionen der WDR Fernsehdirektion betrug in 2013 € 112.924.897 und lag damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2011. Das Gesamtvertragsvolumen des Jahres 2012 betrug € 85.656.158. Wesentlicher Grund für diese Abweichung seien natürliche Schwankungen zwischen den Geschäftsjahren gewesen: In 2013 seien verschiedene Mehrjahresverträge, insbesondere für Talk-Formate und eine größere Anzahl an Fernsehfilmen veranlasst worden, so die Meldung des WDR.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Fast 74 Mio. Euro für Produzenten in NRW

Insgesamt habe das Auftragsvolumen der in NRW ansässigen Produzenten € 73.643.647 betragen, was 65% des gesamten Umsatzvolumens entspricht. Das Auftragsvolumen der im WDR-Sendegebiet ansässigen Produzenten ist somit annähernd proportional zum Gesamtvertragsvolumen angestiegen – 2012 hatte es bei 67% gelegen.

Der Produzentenbericht gibt einen Überblick über die Aufträge, die der WDR im Jahr 2013 an abhängige und unabhängige Film- und Fernseh-Produzenten vergeben hat. „Abhängige“ Auftragnehmer sind mit dem WDR verbunden, „unabhängige Produzenten“ sind nach § 3 Abs. 2 LMG NRW:

„Hersteller von Beiträgen zu einem Fernsehprogramm, an dessen Kapital oder Stimmrechten Fernsehveranstalter oder ihnen zuzurechnende Unternehmen (§ 28 Rundfunkstaatsvertrag) nicht oder insgesamt mit weniger als 25 vom Hundert beteiligt sind, und die nicht an Fernsehveranstaltern oder ihnen zuzurechnenden Unternehmen (§ 28 Rundfunkstaatsvertrag) mit insgesamt 25 vom Hundert oder mehr am Kapital oder den Stimmrechten beteiligt sind.“

Der WDR bittet im Vorfeld um Selbstauskunft der beauftragten Unternehmen zu ihren Beteiligungsverhältnissen, um sie so in „abhängig“ oder „unabhängig“ zu klassifizieren. Diese werde, soweit möglich, mit eigenen Recherchen ergänzt und ggf. korrigiert, so die Meldung des WDR weiter.

Auftragsproduktionen sind definiert als Verträge, die vom WDR mit Partnern abgeschlossen werden, die selbstständig und nicht weisungsgebunden vorher vereinbarte Leistungen und Programme erstellen. Dabei kann es sich um die Ablieferung sendefertiger Programme sowie um Teilleistungen zu Eigenproduktionen handeln, so die Meldung weiter

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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