Medienrecht

WDR beendet Kooperation mit WAZ

Erst 2008 hatten der WDR und die WAZ-Mediengruppe ihre Zusammenarbeit begonnen. Der WDR hatte dabei regionale Fernsehberichte für das Onlineportal DerWesten.de zur Verfügung gestellt. Nun hat der Sender in einem Brief die Kooperation zum Monatsende aufgekündigt.

Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ, zeigte sich von der Entscheidung enttäuscht: „Nach den konstruktiven Gesprächen mit Monika Piel in der Vergangenheit halte ich die einseitige Beendigung der Kooperation mit unserem Nachrichtenportal DerWesten für eine Trotzreaktion und unnötige Eskalation des kritischen Verhältnisses zwischen privaten Printmedien und öffentlich-rechtlichem Rundfunk“, sagte Hombach am Freitag.

Alles deutet darauf hin, dass der Streit um die geplante Tagesschau-App Grund für das Ende der Kooperation ist. Die WAZ-Mediengruppe gehört zu den acht Zeitungsverlagen, die im Juni gegen die geplante Tagesschau-App geklagt hatten. Die Verlage befürchten, dass die kostenlose Anwendung den Printmarkt ruiniert.

Im Kündigungsbrief des WDR wird die Klage der Verleger nicht erwähnt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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