Medienrecht

VPRT fordert erneut Beschränkung der ARD-Radiowerbung

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat erneut eine Beschränkung der ARD-Radiowerbung gefordert.

In der Studie „Auswirkungen von Werbebeschränkungen auf ARD-Sendern auf die Attraktivität des Mediums Radio für Werbetreibende“ der Firma ebiquity, die vom VPRT gemeinsam mit der Direktorenkonferenz der Landesme-dienanstalten (DLM) beauftragt wurde, sei die bereits von der VPRT geforderte bundesweite Harmonisierung der ARD-Radiowerbung nach dem NDR-Modell untersucht worden.

Harmonisierung hätte keine negativen Auswirkungen

Den Angaben der Studie zufolge hätte die Harmonisierung der Werbevorgaben für die ARD-Radioprogramme auf Basis des bestehenden NDR-Modells keine negativen Auswirkungen für Radio als Werbegattung, so die Meldung des VPRT.

VPRT-Vizepräsident Klaus Schunk sagte dazu: „Es hat zu unserer Forderung nach einer neuen Regulierung der ARD-Radiowerbung auch kritische Stimmen gegeben, die eine Schwächung der Gattung Radio befürchten. Diese Diskussion wollen wir mit der Marktstudie versachlichen und jetzt auf einer soliden Grundlage fortsetzen. Die Studie macht für jeden nachvollziehbar klar, dass die Befürchtungen unbegründet sind. Die Programmstudie zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Privatradios für die regionale Berichterstattung sind und wie die werbefinanzierten ARD-Programme sich immer stärker an die Privaten annähern. Eine Werbeharmonisierung bei der ARD verhindert ihre Selbstkommerzialisierung im Programm und erhält die Stärke der Gattung Radio. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass wir mit beiden Studien vermitteln, dass Radio eine spezifische Regulierung braucht, die die Besonderheiten dieser Mediengattung berücksichtigt. Wir appellieren an die Medienpolitik, das Thema zeitnah anzugehen und nicht auf eine Evaluierung des neuen Rundfunkbeitrags zu verschieben.“

Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). ergänzte: „Die ebiquity-Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über eine Werbereduzierung im ARD-Hörfunk. Wie die Ergebnisse zeigen, würde eine Beschränkung der Werbung auf 60 Minuten Radio als nationalen Werbeträger nicht beeinträchtigen und die wirtschaftliche Entwicklung des privaten Hörfunks stützen.“

Der VPRT strebt einheitliche Werbevorgaben nach der Regelung des NDR für alle ARD-Anstalten an. Demnach dürfte auf allen ARD-Radioprogrammen nur 60 Minuten Werbung pro Tag gesendet werden, Sponsoring solle ausgeschlossen sein, so die Angaben des VPRT.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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