Medienrecht

Videovalis bündelt Lokalsender-Content

Der Online-Video-Dienstleister Videovalis will Lokalsender bundesweit ins Internet bringen. Das Kölner Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Inhalte von regionalen Fernsehsendern zu sammeln, um diese künftig auf großen Online-Plattformen wie MSN oder „meinestadt.de“ auszuspielen. Mit insgesamt 28 lokalen TV-Sendern seien schon Verträge geschlossen, so die Angaben des Branchendienst „kress“.

Vor allem Nachrichten aus den Regionen sollen dabei im Vordergrund stehen. Besucher einer Webseite die diesen Service anbietet werden über ihre IP-Adresse geortet und bekommen dann von Videovalis die entsprechenden lokalen Inhalte angezeigt.

Die Gewinne werden unter Videovalis, den Internetplattformen und den Regional-Sendern aufgeteilt, die Vermarktung hat SevenOne Media übernommen. Insgesamt 10 Millionen Abrufe sollen bis Ende des Jahres mit dem neuen Projekt generiert werden.

Für die Lokalsender ist dies eine Möglichkeit, auf die zunehmende Digitalisierung zu reagieren. Johannes Muhr, Geschäftsführer von TV Bayern, sagte gegenüber „kress“: „Gerade darin liegt eine wesentliche Chance, nicht mehr zeitgemäße Muster zu durchbrechen und flexible, kostengünstige Strukturen aufzubauen.“ Das Bündeln von Inhalten sei dabei eine „aussichtsreiche Strategie, wie mit vorliegenden Programmteilen, die für den klassischen Broadcast-Einsatz produziert sind, zusätzlich Erlöse im Web und in der digitalen Welt generell erzielt werden können.“

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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