Medienrecht

Verleger akzeptieren Schlichterspruch bei Foto-Vergütungsregeln

Im Streit um die Vergütungsregeln bei Fotohonoraren hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bekannt gegeben, keinen Widerspruch gegen das Schlichtungsergebnis einlegen zu wollen.

Bereits im April hatten der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die dju in ver.di verkündet, den von dem Schlichter Prof. Dr. Ferdinand Melichar vorgelegten Einigungsvorschlag zuzustimmen.
Freie hauptberufliche Fotojournalisten und Verlage haben nun „eine Richtschnur beim Aushandeln der Honorare“ mehr Planungssicherheit für die Foto-Etats in den Redaktionen, so Georg Wallraf, Verhandlungsführer der Zeitungsverleger laut der Meldung des BDZV.

Mindesthonorare

Die Regelung tritt rückwirkend zum 1. Mai 2013 in Kraft und sieht Mindesthonorare für die Veröffentlichung vor, die von den Verlagen nicht unterschritten werden dürfen. Diese reichen von 19,50 Euro bis 75,50 Euro im Erstdruckrecht und von 14,50 Euro bis 56 Euro beim Zweitdruck. Die Auflage der Zeitung als auch die veröffentlichte Größe des Fotos haben ebenfalls Einfluss auf die Höhe des Honorars. Die Vergütungsregeln können Sie hier einsehen.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sagte zum Schlichterspruch: „Wir sehen in den Vergütungsregeln ein Instrument zur Eindämmung des Honorardumpings auf dem Bildermarkt.“

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke ergänzte: „Nun müssen die Zeitungsverleger die Fotohonorare in vielen Fällen nach oben anpassen. Wir erwarten, dass dies in den Verlagen auch entsprechend erfolgt. Die dem Schlichtungsergebnis entsprechenden Honorare stellen die allerunterste Honorargrenze dar.“

Man fordere daher den Gesetzgeber auf, einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf angemessene Vergütung gesetzlich zu verankern, so die Meldung des DJV.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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