Medienrecht

Verhaltenskodex zu Produktplatzierungen vereinbart

Das Product Placement ist mittlerweile eine beliebte Form der zusätzlichen Finanzierung. Als Paradebeispiel dient dabei oft James Bond, doch auch hierzulande erfreut sich dieses Modell wachsender Beliebtheit. Nun haben die Produzentenallianz, die VPRT-Sender und der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) einen Verhaltenskodex zu Produktplatzierungen vereinbart.

Seit im Frühjahr 2010 die 13. Änderung des Rundfunkstaatsvertrags in Kraft getreten ist, dürfen bei Privatsendern in fiktionalen Programmen, Sport- und Unterhaltungssendungen bezahlte Produktplatzierungen gezeigt werden.

Die Länder hatten in einer Protokollerklärung zum Rundfunkstaatsvertrag von den Rundfunkveranstaltern gefordert, einen Verhaltenskodex mit der Werbewirtschaft und den Produzenten zu vereinbaren, der nun vorliegt.

Grundlegend geht es in dem Kodex um die Absicherung der redaktionellen Freiheit der Programmkreativen, so die Meldung der Produzentenallianz. Demnach soll bei der Programmentwicklung erst das Drehbuch geschrieben werden und danach über ein mögliches Product Placement gedacht werden. Somit soll verhindert werden, dass man eine Geschichte um ein Produkt herum schreibt, so die Meldung weiter.

„In Zeiten sinkender Programmbudgets können Einnahmen aus Produktplatzierung künftig zur Randfinanzierung von Programmen beitragen,“ sagt Alexander Thies, Vorsitzender des Produzentenallianz-Gesamtvorstands. „Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass mit Sendern und der Werbewirtschaft detailliert abgestimmt ist, was geht – und was nicht. Das haben wir mit dem Verhaltenskodex jetzt erreicht“, so Thies weiter.

Den Verhaltenskodex finden Sie hier.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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RSSKommentare (1)

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  1. Niedermeyer sagt:

    leider geht der Link nicht

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