Medienrecht

VDD kündigt Vereinbarung mit ZDF und Produzentenallianz

Der Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) hat beschlossen, die Vereinbarung mit dem ZDF und der Produzenten Allianz zu kündigen.

Die Mitgliederversammlung des VDD hat dies einstimmig beschlossen. Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da dass ZDF den vom VDD gewünschten Nachbesserungen der Vereinbarung nicht nachgekommen sei, so die Meldung des VDD.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Eckpunkte über Vertragsmodelle

Im Sommer 2012 hatte der VDD sich nach langen Verhandlungen mit dem ZDF und der Produzentenallianz über die Eckpunkte für Verträge zwischen Auftragsproduzenten und Autoren geeinigt. Dabei wurden zwei Vertragsmodelle vereinbart. Das bisherige Wiederholungshonorarmodell sollte weiterhin zur Verfügung stehen.

Zudem sollte in sogenannten Korbmodellen die Rechte der Autoren für die Nutzung in den ZDF- Programmen und Onlineangeboten über einen bestimmten Zeitraum pauschal abgegolten werden. Ausserdem sollten die Autoren zusätzlich an allen Erlösen der kommerziellen Verwertung (Auslandsverkäufe, DVD, VoD, Internet, etc) beteiligt werden, was den geringeren Wiederholungshonorarsatz ausgleichen sollte. Damit sollte der “Unterbietungs-Wettbewerb” der Branche unterbunden werden.

Keine Wahlmöglichkeit

Gegenüber dem Branchenmagazin dwdl.de sagte VDD-Vorstand Prof. Peter Henning nun: „In der Evaluierung durch unsere Mitglieder hat sich aber gezeigt, dass das ZDF die Vereinbarung nutzt, um besonders auffällig im Serienbereich die Honorare nach unten zu drücken. Regelhonorare wurden zu Maximalhonoraren, was insbesondere für etablierte Autoren deutliche Honorareinbußen bedeutet. Zusätzlich gibt es de facto keine Wahlmöglichkeit zwischen den Modellen.“

Kündigung verschickt

Der Vorstand habe bereits ein Schreiben an das ZDF und die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen geschickt und die seit 2012 bestehende Eckpunkte-Vereinbarung über Vergütungsregeln bei Auftragsproduktionen gekündigt, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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