Medienrecht

Unabhängige Deutsche Produzenten vereinbaren föderative Kooperation

Um die kreative Vielfalt in der deutschen Produzentenlandschaft zu erhalten und auszubauen haben der „Verband Deutscher Filmproduzenten e.V.“, der „film & fernseh produzentenverband nrw e.v.“ und der „VFFVmedia e.V.“ eine föderative Kooperation vereinbart. Diese vertritt künftig die Interessen von über 70 unabhängigen Film- und Fernsehproduzenten gegenüber Politik und Öffentlichkeit, so die Pressemeldung der Kooperation.

Neben der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen (Produzentenallianz) gibt es nun eine weitere maßgebliche Interessenvertretung der deutschen TV- und Filmproduktionswirtschaft, die allen unabhängigen Produktionsfirmen in Deutschland offen steht.

Die „Kooperation unabhängiger Film- und Fernsehproduzenten“ ist mit Sitzen in der FFA, der SPIO, dem Rundfunkrat des WDR, der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW, dem internationalen Produzentenverband FIAPF, den Verwertungsgesellschaften AGICOA und VGF sowie in German Films und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung vertreten.

Die Kooperation der „Unabhängigen Produzenten“ erklärt: „Wir respektieren die wichtige Arbeit der Produzentenallianz, die in vielen Bereichen gemeinsame Interessen vertritt. Von der Allianz werden allerdings auch Tochterfirmen der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender vertreten, deren Interessen nicht identisch sind mit denen der unabhängigen Produzenten.

Angesichts der im jüngsten KEF-Bericht gemeldeten 186 Tochterfirmen von ARD und ZDF, die mit einem jährlichen Umsatz von deutlich über einer Milliarde Euro in vielen Marktsegmenten zunehmend den Wettbewerb verzerren, besteht aber wachsender Bedarf zu wichtigen Themen der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft, unabhängig von den Interessen der Sendertöchter, öffentlich Stellung zu nehmen.“

Die Kooperation der Verbände will für die Belange der „Unabhängigen Produzenten“ in Deutschland eintreten und sich um die Verbesserung der Kapitalisierung der Produzenten, die Erleichterung der Zwischenfinanzierung, die Verbesserung der Verleihbedingungen und die Anerkennung der Kreativleistung der Produzenten kümmern.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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