Medienrecht

TV-Produktionen: ZDF vergibt die meisten Aufträge

Das ZDF ist laut eigenen Aussagen der größte Einzelauftraggeber der deutschen TV-Produzenten.

Insgesamt habe das ZDF 2013 ein Auftragsvolumen von 575,2 Millionen Euro verzeichnen können. Somit sei man erneut an der Spitze der Auftragsvergabe bei deutschen TV-Produzenten. Man habe im vergangenen Jahr an insgesamt 501 Produktions-Unternehmen Aufträge vergeben. Mehr als 50 Prozent des Auftragsvolumens seien dabei an senderunabhängige Produzenten, die weder dem ZDF, der ARD, der Mediengruppe RTL Deutschland oder ProSiebenSat.1 zuzurechnen sind, gegangen, so die Meldung des ZDF.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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30% Auftragsproduktionen im Programm

Insgesamt habe der Anteil von Auftrags- und Koproduktionen 30 Prozent des ZDF-Programms ausgemacht, das entspricht mehr als 3000 Stunden Programm. Und sechs der sieben ZDF-Primetime-Sendeplätze um 20.15 Uhr seien mehrheitlich für Auftrags- und Koproduktionen reserviert, so die Meldung weiter.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut zeigte sich darüber erfreut: „Während die privaten Sender ihr Engagement massiv reduziert haben, hat sich das ZDF trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen als verlässlicher Partner der Produzenten gezeigt.“

Man wolle auch in der Zukunft zu einer „leistungsstarken deutschen Produktionslandschaft beitragen“, so Bellut laut einer Meldung des ZDF weiter.

Transparenzabkommen

Erst im vergangenen Monat hatten die Allianz Deutscher Produzenten und das ZDF ein Transparenzabkommen. So sollen künftig Basisinformationen zur Beschreibung benötigter Programmgenres, Konzeptionen und aktuelle Wettbewerbssituationen veröffentlicht werden. Ziel der Vereinbarung ist es, den Produzenten eine angemessene Beteiligung am Wettbewerb um Programme zu ermöglichen und somit einen fairen und korruptionsfreien Wettbewerb zu gewährleisten.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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