Medienrecht

TV-Formatschutz: Schlichtungsstelle für internationale Auseinandersetzungen

Das „World Intellectual Property Organisation Arbitration and Mediation Center“ (WIPO-Center) und die „Format Recognition and Protection Association“ (FRAPA) beabsichtigen eine Schlichtungsstelle für grenzüberschreitende Streitigkeiten über „Format-Plagiarismus“ an TV-Formaten bereitzustellen.

Die UN-Organisation für geistiges Eigentum (WIPO) und die FRAPA arbeiten in Zukunft zusammen, um Auseinandersetzungen um TV-Formate in Form der Mediation und in außergerichtlichen Verfahren beizulegen. Der Grund für diese Kooperation ist, dass sich wegen der unterschiedlichen nationalen Rechtsordnung Gerichtsverfahren bezüglich bestehender TV-Formate regelmäßig als sehr schwierig gestalten. So besteht in den einzelnen Ländern ein unterschiedliches Schutzniveau im Hinblick auf TV-Konzepte. Während nach deutschem Urheberrecht TV-Formate grundsätzlich keine schutzfähigen Werke darstellen, können diese in England oder Frankreich hingegen durchaus vom Urheberrechtschutz umfasst sein.

Das WIPO Center und die FRAPA machen sich daher zur Aufgabe, ein einheitliches weltweites Schutzniveau für TV-Konzepte zu schaffen.

Quelle: Pressemitteilung der WIPO v. 07.04.2010; Meldung des Instituts für Urheber- und Medienrecht

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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