Medienrecht

Transparenzoffensive: MDR legt Programmaufträge offen

Auch der Mitteldeutsche Rundfunk hat sich nun der Transparenzoffensive der öffentlich-rechtlichen Sender angeschlossen und will künftig einen Produzentenbericht veröffentlichen.

Der Produzentenbericht soll künftig einen Überblick über die Fernsehprogrammaufträge, die der MDR an Dritte vergeben hat, geben. Der Bericht umfasst dabei die als Auftrags- oder Koproduktion hergestellten Fernsehproduktionen, mit deren Fertigung der MDR dritte Produzenten unmittelbar beauftragt hat. Ebenfalls einbezogen sind dabei die direkten Auftragsvergaben des KiKA.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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60 Millionen Produktionswert

Dem nun veröffentlichten Produzentenbericht zufolge wurden im Jahr 2012 Produktionen von einem Gesamtwert von 60 Millionen Euro realisiert. Rund 46 Millionen entfielen dabei auf den MDR und 14 Millionen auf den KiKA.

Über 50% an unabhängige Produzenten

Vom Gesamtvolumen der 46.025 Millionen Euro hat der MDR 43,5 % an abhängige und 56,5 % an unabhängige Produzenten vergeben, so der Produzentenbericht. Damit ging über die Hälfte der entsprechenden Aufträge an unabhängige Produzenten. Als abhängige Produktionsfirmen gelten solche, an denen der MDR unmittelbar oder mittelbar gesellschaftsrechtlich beteiligt ist.

Aufträge fast 100% in Deutschland

Bei der Vergabe an abhängige Produzenten hat der MDR die Aufträge zu 100 % nach Mitteldeutschland vergeben. Die Vergaben an unabhängige Produzenten gehen je zur Hälfte an Firmen inner- und außerhalb des MDR-Sendegebietes. Der MDR vergibt fast 100 % seiner  Produktionen nach Deutschland, so die Angaben des Produzentenberichts weiter.

Bei den Produktionsvergaben beim KiKA gingen 31,9 % an abhängige und zu 68,1 % an unabhängige Produzenten. Damit sind mehr als zwei Drittel der entsprechenden Vergaben an unabhängige Produzenten gegangen, so die Meldung weiter.

Den ganzen Produzentenbericht finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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