Medienrecht

Telekommunikationsunternehmen können zum Beitrag für Filmförderung verpflichtet werden

Die Produzentenallianz begrüßt ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, nach dem Telekommunikationsunternehmen auch zu Abgaben für die Filmfinanzierung verpflichtet werden können. 

Dies ergebe sich aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der eine entsprechende Klage der Europäischen Kommission gegen die Republik Frankreich abgewiesen habe, so die Meldung der Produzentenallianz.

© zimmytws - Fotolia.com

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Alexander Thies, Vorsitzender des Gesamtvorstands der Produzentenallianz, sagte dazu: „Mit diesem Urteil ist der Weg frei, in der kommenden Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG) auch die Telekommunikationsunternehmen zur Filmabgabe zu verpflichten. Bisher müssen nur die Kino-, Fernseh- und Videowirtschaft eine Filmabgabe leisten.

Das wird in einer künftig vorwiegend digital geprägten Verwertungswelt nicht mehr angemessen sein, weil schnelle Internetverbindungen auch und in erster Linie für die Übertragung von Filmen genutzt werden. Das lassen sich die Telkos von ihren Kunden natürlich auch bezahlen. Der Grundgedanke des FFG ist aber, dass alle, die mit Filmen Geld verdienen, auch zur Filmförderung beitragen sollen“, so Thies laut der Meldung der Produzentenallianz.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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