Medienrecht

Studie: Fernsehen wird erfolgreichstes Werbemedium

Die Mediaagentur Zenith Optimedia hat eine Studie zur Entwicklung des internationalen Werbemarkts vorgelegt. Nach Angaben von Zenith Optimedia hat die unstete Situation des Finanzmarkts kaum Einfluss auf die Werbewirtschaft. Die Studie „Advertising Expenditure Forecast“ sieht ein Wachstum des weltweiten Werbemarkts von 3,6 Prozent bis Ende des Jahres und korrigiert damit die Juli- Prognose (4,1 Prozent) leicht nach unten.

Stabiler Wachstum in 2012 und 2013

Für die nächsten Jahre erwartet Zenith Optimedia einen stabilen Wachstum um 5,3 Prozent in 2012 und 5,5 Prozent in 2013, wobei die Werbeinvestitionen der westlichen, etablierten Märkte geringer wachsen werden (Westeuropa bis 2013 jährlich im Schnitt 2,8 Prozent, Nordamerika 3,3 Prozent) als die aufstrebenden Märkte, so die Pressemitteilung des Unternehmens.

Bis 2013 könnte das Fernsehen sich weltweit zum umsatzstärksten Werbeträger entwickeln, so die Studie. Die größte Entwicklung aber ist erwartungsgemäß im Bereich Internet zu verzeichnen, das bis 2013 mit einem einem jährlichen Anstieg von 14,6 Prozent wachsen wird. Im Bereich Display-Werbung, wozu die Formen Online-Bewegtbild und Social Media gehören, wird mit jährlichen Investitionen von 17,2 Prozent gerechnet. Suchmaschinenwerbung wächst mit jährlich 14,6 Prozent ebenfalls deutlich. Somit würde das Internet bis 2013 auf Platz zwei der weltweiten Werbemedien rücken und die Tageszeitungen auf den dritten Platz absteigen, so die Prognose.

Werbemarkt in Deutschland

Gerade in Deutschland wird der Werbemarkt im Internet immer wichtiger. Mit 3,5 Milliarden Euro, das sind 13,2 Prozent mehr Werbegelder als im Vorjahr, liegt das Internet hierzulande auf Platz drei. Angeführt wird der Werbemarkt von der Zeitung (5,8 Milliarden Euro), gefolgt vom Fernsehen (4,1 Milliarden Euro Werbeumsätze).

Nach Angaben der Studie werden in Deutschland in den nächsten beiden Jahren die Werbeinvestitionen ins Internet steigen und könnten mit prognostizierten 4,306 Milliarden das Fernsehen auf Platz drei verweisen, so die Mediengruppe. In Deutschland indes gehört TV nämlich nicht mehr zu den Wachstumstreibern des Werbemarktes. So wurde hier die Prognose von Juli, wonach Werbeinvestitionen in diesem Jahr um 3,9 Prozent zulegen sollten, um 0,5 Prozentpunkte gesenkt.

Frank-Peter Lortz, Chairman von Zenith Optimedia, erklärt die sinkenden Werbeinvestitionen wie folgt: „Die Sender konnten von Investitionszuwächsen nicht so profitieren wie erwartet. Immer mehr Werbekunden nehmen leichte strategische Budget-Shifts Richtung Internet vor. Wenn dann gleichzeitig noch eine Handvoll Werbekunden größere Budgets in Radio und Plakat steckt – wie im zweiten Quartal geschehen – gehen diese Gelder an TV vorbei.“

Zenith Optimedia erstellt die vierteljährlichen Forecasts bereits seit 16 Jahren. Sie dienen der Werbewirtschaft als wertvolles Barometer für die Planung ihrer Media-Aktivitäten und werden darüber hinaus von Medien, Werbeagenturen, Unternehmensberatern und Analysten genutzt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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