Strafrecht

Polizeioffensive gegen Kreditkarten Betrüger erfolgreich verlaufen

Im Kampf gegen Kreditkarten-Betrüger ist Europol in Zusammenarbeit mit internationalen Polizeibehörden ein großer Schlag gelungen. Bei einer gezielten weltweiten Polizeioffensive wurden 183 Personen festgenommen, die Flugtickets mit im Vorfeld gestohlenen Kreditkartendaten gekauft haben.

 

 Polizeioffensive gegen Kreditkarten Betrüger erfolgreich verlaufen©-cirquedesprit-Fotolia

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Schaden für Fluglinien fast eine Milliarde Euro pro Jahr

Den Schaden, der den Fluglinien pro Jahr durch Ticketverkäufe bzw. Zahlungen mit gestohlenen Kreditkartendaten entsteht, liegt laut der internationalen Lufttransportvereinigung IATA bei knapp 820 Millionen Euro. Diese Schätzung bezieht sich auf die 240 der IATA angehörigen Fluglinien. Weltweit wird der Schaden durch betrügerische Ticketkäufe noch höher liegen.

Internationale Zusammenarbeit der Polizeibehörden

Die nun unter der Aufsicht von Europol durchgeführte Polizeioffensive fand innerhalb von zwei Tagen an 68 Flughäfen in 32 Ländern statt. Der Aktion vorausgegangen ist eine monatelange genaue Planung der Vorgehensweise. Die Abstimmung zwischen Polizeibehörden, Fluglinien und Kreditkartenunternehmen war nötig, um verdächtige Ticketkäufe zu analysieren und die Verhaftung der vermeintlichen Täter an den verschiedenen Flughäfen zu organisieren.

Täter oftmals strafrechtlich in Erscheinung getreten

Auffällig und bedenklich ist, dass einige der Verhafteten bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Hierbei spielten Eigentums- und Vermögensdelikte die größte Rolle, wobei auch Sexual- und Drogendelikte begangen wurden. Laut Interpol werde durch die bestehenden Verbindungen deutlich, dass die Kreditkartenbetrug ein internationales Problem darstelle und eine Schlüsselposition für andere Verbrechen darstellen könne.

Weiter sei jedoch davon auszugehen, dass die durchgeführte internationale Verfolgungsaktion deutlich mache, dass die weltweit agierenden Betrügerbanden mit strafrechtlichen Sanktionen zu rechnen haben und die Zusammenarbeit der Behörden und Unternehmen grenzüberschreitend funktioniere.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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