Medienrecht

Urteile: Bei Synchronschauspielern greift Sozialversicherungspflicht

Bei Synchronschauspielern greift die Sozialversicherungspflicht, so die Urteile des Landessozialgerichts Berlin- Brandenburg und des Landessozialgerichts Bayern.

Das Landessozialgericht Berlin- Brandenburg hatte der Klagen von vier Synchronschauspielern stattgegeben. Nach Ansicht des Gerichts seien die Kläger keine Selbständigen, sondern abhängig Beschäftigte, berichtet das Branchenmagazin Blickpunkt Film. Als Bestätigung sah das Gericht die Tatsache an, dass die Synchronschauspieler aufgrund des Einsatzes von Regie, Cut und Ton weisungsgebunden arbeiten würden.

©-ferkelraggae-Fotolia-Fotolia_31081868_XS

©-ferkelraggae-Fotolia-Fotolia_31081868_XS

Hintergrund der Klagen seien zwei Schreiben der Spitzenorganisation der Sozialversicherung aus dem Jahre 2005 sowie das 16-Fälle-Modell, welches der Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) 2006 vorgestellt hatte, gewesen, so die Meldung von Blickpunkt Film.

Allerdings habe das 16-Fälle-Modell, dass eigentlich Unklarheiten hätte beseitigen sollen, noch mehr zu einer „widersprüchlichen und willkürlichen sozialversicherungspflichtigen Beurteilung und Abrechnung der Synchronschauspieler“ geführt, so der Verband der Synchronschauspieler laut Blickpunkt Film.

Das Landessozialgericht Berlin- Brandenburg betonte aber auch, dass die beiden Rundschreiben von 2005 zwar „einfach und praktikabel“ klängen, aber rechtswidrig seien und daher für Beurteilung von Synchronschauspielern nicht anwendbar seien, heißt es in der Meldung von Blickpunkt Film weiter.

Landessozialgericht Bayern

Auch das Landessozialgericht Bayern urteilte in einem anderen Fall, dass der klagende Synchronschauspieler nicht als Selbständiger, sondern als unständig Beschäftigter gearbeitet habe und somit sozialversicherungspflichtig sei, so die Meldung weiter.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.