Medienrecht

SevenOneMedia muss kein Schadensersatz an Tele 5 zahlen

Das Landgericht München hat eine Schadensersatzklage von Tele5 gegen SevenOne Media, dem Vermarkter der ProSiebenSat.1 Media AG, abgewiesen.

2007 hatte das Bundeskartellamt gegen SevenOne Media und gegen den Vermarkter von RTL, IP Deutschland, eine Geldbuße von insgesamt 216 Millionen Euro (SevenOne Media: 120 Mio. Euro, IP Deutschland 96 Mio. Euro) verhängt. Begründet wurde die Strafe mit der Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung, da die beiden Vermarkter sich rund 80% des TV-Werbemarktes teilten. Mit ihrer Rabattpolitik würden die beiden großen Vermarkter kleinere unabhängige Anbieter benachteiligen, so das Urteil damals. Die Unternehmen akzeptierten die Geldbuße und das Verfahren wurde eingestellt.

Tele5 hatte daraufhin eine Schadensersatzklage wegen Benachteiligung eingereicht. Der MTV-Vermarkter Viacom Media Solutions und RTL 2 hatten ebenfalls geklagt. Die Klagen von Tele5 und Viacom Media Solutions wurden nun abgewiesen. Im Fall von RTL2 ist noch keine Entscheidung gefallen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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