Medienrecht

Scripted Reality: GVK und VPRT einigen sich auf einheitliche Kennzeichnung

Nach monatelangem Zögern haben sich nun die Privatsender auf eine einheitliche Kennzeichnung von Scripted-Reality-Formaten eingelassen.

In gemeinsamen Gesprächen haben die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Landesmedienanstalten und private Fernsehveranstalter Leitlinien für die Kennzeichnung und deren Wahrnehmbarkeit bei eigenproduzierten Scripted-Reality-Formaten entwickelt, so die Meldung der Medienanstalten.

© Martin Schumann - Fotolia.com

© Martin Schumann – Fotolia.com

Orientierung ermöglichen

Die Kennzeichnung soll dazu dienen, Zuschauern sender- und formatübergreifend eine einheitliche Transparenz und Orientierung ermöglichen.

Freiwillige Verhaltensgrundsätze

Die freiwilligen Verhaltensgrundsätze enthalten sowohl Module zur Formulierung der Kennzeichnungshinweise als auch zur Wahrnehmbarkeit hinsichtlich Platzierung und Lesbarkeit, so die Meldung weiter.

Bei allen neuen Sendungen

Die einheitliche Kennzeichnungsgestaltung soll ab sofort bei allen neu produzierten Sendungen erfolgen. Die Sender sollen dann jeweils für das betreffende Format verantwortungsbewusst die passende Formulierung und Platzierung auswählen, so die Meldung weiter.

Grundstein für bessere Kennzeichnung gelegt

Der Vorsitzende der GVK, Winfried Engel, sagte dazu: „Die Gremienvorsitzendenkonferenz begrüßt einhellig die verabschiedeten Leitlinien. Sie sind Ergebnis eines sachlich und konstruktiv angelegten Dialogs zwischen Gremienmitgliedern und Sendervertretern und legen den Grundstein für eine künftig verständlichere und besser wahrnehmbare Kennzeichnung von Scripted-Reality-Sendungen.“

Die Landesmedienanstalten hatten sich schon seit langer Zeit für eine einheitliche Kennzeichnung eingesetzt. Nachdem die Sender es verpasst hatten, eine Regelung zu finde, wurde die Forderung nach einer gesetzlichen Verordnung laut.

Nun haben sich VPRT und GVK auf Verhaltensgrundsätze und eine einheitliche Kennzeichnung geeinigt. Man erwarte nun, dass die in der Öffentlichkeit bisweilen unausgewogen geführte Debatte versachlicht werde.

Die Leitlinien sind abrufbar unter: www.vprt.de/Leitlinien-Scripted-Reality

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×