Medienrecht

Sat.1-Sendung „Akte“ durfte unverpixeltes Foto zeigen

Das Sat.1-Magazin „Akte“ durfte das unverpixelte Foto einer ehemaligen Inkasso-Anwältin, so die Entscheidung des Berliner Kammergerichts.

Die Sat.1-Sendung „Akte“ hatte im Juni 2010 im Zuge eines Berichts das Foto der Anwältin gezeigt, ohne sie darauf unkenntlich zu machen. Die ehemaligen Inkasso-Anwältin hatte Forderungen aus Abofallen-Angeboten im Internet durchgesetzt und rund 1,8 Millionen Mahnungen an unzählige Opfer von Abofallen-Angeboten verschickt, so die Angaben des Branchendiensts dwdl.de. Diese ging daraufhin gegen die Produktionsfirma Meta Productions GmbH und den Sender SAT.1 juristisch vor.

Das Landgericht Berlin wies die Klage der Anwältin im Dezember 2011 ab. Die eingelegte Berufung hat das Kammergericht nun zurückgewiesen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass in diesem konkreten Fall das öffentliche Interesse an der Berichterstattung über fragwürdige Internet-Abos und die Arbeit der Inkasso-Anwälte gegenüber dem Persönlichkeitsrecht der Anwältin überwiege. Moderator und Produzent Ulrich Meyer zeigte sich mit dem Urteil zufrieden und sprach im Zuge dessen von einem „kleinen Sieg für die Pressefreiheit“.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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