Medienrecht

RTL-Drittsendezeiten: Abgelehnte Bewerber ziehen vor Gericht

Der Streit um die Drittsendezeiten geht in die nächste Runde: Nach der erneuten Vergabe der RTL-Drittsendezeiten an dctp haben nun zwei abgelehnte Bewerber Klage eingereicht.

Konkret geht es dabei um die 1. Sendezeitschiene (105 Minuten wöchentlich), die von der NLM an die Produktionsfirma dctp vergeben wurde. Die abgelehnten Mitbewerber Focus TV Produktions GmbH und Hanni Banni Film GmbH haben nun Klage beim Verwaltungsgericht Hannover erhoben, so die Meldung der NLM. Zudem habe Focus TV einen Eilantrag gestellt.

© Martin Schumann - Fotolia.com

© Martin Schumann – Fotolia.com

Mit Klage gerechnet

Der Direktor der NLM, Andreas Fischer, zeigte sich jedoch nicht sonderlich überrascht: „Mit einer Klage gegen die Zulassung der dctp hatten wir ohnehin gerechnet“, so Fischer.

Die Vergabe der Drittsendezeit der 2. Sendeschiene (75 Minuten pro Woche) an AZ Media TV GmbH hingegen ist nicht mehr anfechtbar, da die Klagefrist abgelaufen ist, so die Meldung weiter.

Erst vergangene Woche wurden die Drittsendezeiten bei Sat.1 vergeben. Auch dort hatte es im Vorfeld Unstimmigkeiten über die Vergabe gegeben. Den Zuschlag hatten dort erneut dctp sowie News and Pictures erhalten.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.