Medienrecht

ProSiebenSat1 nimmt Verfügungsantrag gegen Adblock Plus zurück

Die Werbeblocker-Software Adblock Plus wird dazu genutzt um bestimmte Werbeformen im Internet zu blockieren. Die Software wird von fast 10 Millionen Nutzern verwendet ganz zum Missfallen von werbefinanzierten Onlinemedien.

Dies zeigte sich bereits Mitte diesen Jahres in der Kampagne einiger Nachrichten-Websides gegen Werbeblocker und setzte sich mit dem Eilantrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung von der ProSiebenSat1 Digital GmbH gegen die Adblock Plus Betreiberin Eyeo GmbH fort.

Diesen Antrag nahm die Antragsstellerin nach Äußerungen von Bedenken des Gerichts im Bezug auf die Begründetheit des Eilantrags zurück.

ProSiebenSat1 hatte in dem Geschäftsmodell der Eyeo GmbH eine „wettbewerbswidrige Behinderung“ gesehen. Durch die Software würden werbefinanzierte Online-Medien „existenziell bedroht“. Dadurch, dass „akzeptable“ Werbung aufgrund teilweise entgeltlicher Verträge mit Werbetreibenden „durchgelassen“ wird, stelle sich das Geschäftsmodell als „moderne Wegelagerei“ und Behinderung der Antragstellerin dar.

Dieses Geschäftsmodell war Thema in den Medien und Blogs, nachdem behauptet worden war, dass sich Webetreibende die Freischaltung ihrer Werbung „erkauft“ hätten.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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