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Pay-TV Anbieter Sky mahnt Gastwirte ab

Wer als Inhaber einer Gaststätte seinen Gästen Pay-TV bieten möchte und nur über ein privates Abonnement bei dem Anbieter Sky verfügt, muss mit einer teuren Abmahnung rechnen. Reuige Sünder können allerdings mit einem blauen Auge davonkommen.

 

Gastwirte, die in ihrer Kneipe oder in ihrem Restaurant über das Bezahlfernsehen Pay-TV verfügen und lediglich ein privates Abonnement abgeschlossen haben, müssen nach einem Bericht bei Spiegel- Online vom 05.06.2011 mit heimlichen Kontrollen durch Mitarbeiter von diesem Unternehmen rechnen. Diese besuchen beispielsweise Gaststätten während der Ausstrahlung von Bundesligaspielen. Wenn dabei ein Gastwirt erwischt wird, der bei Sky nicht die für eine öffentliche Vorführung notwendige Lizenz erlangt hat, dann wird es für ihn teuer. Laut Spiegel verlangt ein Abmahnanwalt neben einer strafbewehrten Unterlassungserklärung die Zahlung eines Betrages in Höhe von 3.000 €.

 

Allerdings wird dem Abgemahnten das folgende Angebot gemacht: Wenn er die Lizenz erwirbt, dann braucht er nur 300,- € wegen der Abmahnung zu bezahlen. Sky rechtfertigt dieses Vorgehen damit, dass man auf diese Weise viele neue Kunden geworben werden. Tragisch ist, dass angeblich ein Kontrolleur die Sky-Übertragung in den Raum einer Gaststätte frei erfunden haben soll. Aus diesem Grund soll ihn der betroffene Gastwirt wegen falscher Anschuldigung nach § 164 StGB angezeigt haben.

 

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