Medienrecht

Nicht ganz echt: ZAK beanstandet RTL2-News wegen „Köln 50667“

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat einen Beitrag der Nachrichtensendung „RTL 2 News“ beanstandet. Dabei ging es um das Scripted-Reality-Format „Köln 50667“.

In dem Beitrag gab eine Schauspielerin des Scripted-Reality-Formats „Köln 50667“ ein fiktionales Statement ab – eine Trennung von Fiktion und Realität sei hier nicht eindeutig gewesen, so die Ansicht der ZAK. Die ZAK beanstandete, dass das Statement nicht als Interview mit einer fiktiven Figur gekennzeichnet gewesen sei. Dies sei ein Verstoß gegen anerkannte journalistische Grundsätze und sowie ein Verstoß gegen das Gebot der Sachlichkeit, so die Meldung der ZAK.

„Grenzen von Fiktion und Realität verschwimmen“

Thomas Fuchs, der Beauftragte für Programm und Werbung der ZAK, sagte dazu: „Bei diesem Beitrag verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Hier verletzt ein Sender die Wahrhaftigkeitsregel. Die Zuschauer können so nicht mehr erkennen, welche Sequenz ‚echt‘ und welche fiktional ist. Ich halte so einen Verstoß in einer Nachrichtensendung für eine Grenzüberschreitung, die wir nicht tolerieren können.“

gez schwarzseher

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Die Sendung „Köln 50667“ ist ein Spin-Off der äußerst erfolgreichen Scripted-Reality-Sendung „Berlin Tag & Nacht“, die seit 2011 bei RTL2 läuft.

Zulassung für ProSieben MAXX

Die ZAK hat zudem der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH eine Zulassung für die Verbreitung von „ProSieben MAXX“ erteilt, so die Meldung weiter. Zielgruppe des neuen Unterhaltungsspartensenders, der bundesweit verbreitet werden soll, sollen vorrangig Männer zwischen 40 und 59 Jahren sein. Die Lizenz wurde bei der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) beantragt und hat eine Laufzeit von zehn Jahren, so die Meldung der ZAK.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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