Medienrecht

Neuer Rundfunkbeitrag: Entwicklung bestätigt Erwartungen

ARD, ZDF und Deutschlandradio sehen nach einer vorläufigen Schätzung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ihre bisherigen Erwartungen der Einnahmen aus dem neuen Rundfunkbeitrag bestätigt.

Ziel der Reform sei es gewesen, die Einnahmen der Sender zu stabilisieren. Nach drei Jahren des Rückgangs scheine nun, den ersten Schätzungen zufolge, eine Stabilisierung stattzufinden, so die Meldung der ARD.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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80 Mio Euro Mehreinnahmen erwartet

Bis Ende 2013 werde man ca. 80 Mio. Euro mehr Einnahmen haben, so die erste Prognose. Dies entspricht einer Steigerung von 1% gegenüber 2012. Diese Veränderung liege unter der allgemeinen Teuerungsrate, so die Meldung weiter.

Beispielsweise habe man 2012 im Vergleich zum Jahr 2009 einen Rückgang von 1,5 Prozent bzw. rund 110 Mio. Euro verzeichnen müssen. Die Umstellung erfülle also daher punktgenau die Erwartungen der Sender.

Anstieg bei Privathaushalten

Man erwarte für 2013 einen leichten Anstieg bei den Erträgen aus Privatwohnungen, für den Bereich der Wirtschaft, Kirchen und Kommunen gehe man von geringeren Einnahmen im Vergleich zu 2012 aus.

Da allerdings die Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag noch nicht komplett vollzogen sei, enthalte die Prognose noch erhebliche Unsicherheiten, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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RSSKommentare (4)

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  1. Flu sagt:

    Ist doch schön, wenn man sich einfach nur bedienen muß und neue Regeln aufstellen kann, damit nach Jahren mit Rückgängen endlich wieder mehr Geld in die Kasse gespült wird. Ich hab seit zehn Jahren allerdings nur Rückgänge durch Inflation und 0% Lohnerhöhung. Aber Deutschland geht es ja so gut wie nie. Man muß es sich eben einfach nur nehmen.

  2. chironex [Mobile] sagt:

    Da ich keine Lust auf Werbung habe und daher schon seit ueber 10 Jahren auf Radio und Fernseh verzichte, werde ich nun ohne meine Zustimmung mit System abGEZockt. Einzigartige neue Mafia Methoden hier in Deutschland.
    Jetzt fehlt nur noch die PKW Maut – dann ist der Nepp perfekt!

  3. Ist es rechtens, die Beiträge rückwirkend zu zahlen, also deutlich länger als nach Erhalt des Schreibens, dass man nun (gewillt oder nicht) zahlungspflichtig ist?
    Gibt es hier keine Fristen für eine Benachrichtung respektive die Dauer der rückwirkend verlangten Gebühren?

  4. Korrekt der Rechtschriebung:
    .. ist es rechtens, die Beiträge rückwirkend zahlen ZU MÜSSEN ..

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