Medienrecht

NDR sucht Dialog im Streit um Tagesschau-App

Seit der Bekanntgabe der geplanten kostenlosen Tagesschau-App ist das Verhältnis von Printmedien und den öffentlich-rechtlichen Sendern mehr als angespannt. Acht Zeitungsverlage haben gegen die Tagesschau-App Klage eingereicht, da sie finanzielle Einbußen befürchten. Erst letzte Woche hat der WDR die Lieferung von regionalen Fernsehberichten an die WAZ-Mediengruppe zum Ende dieses Monats gekündigt.

Die Verlage sehen in der kostenlosen App eine Konkurrenz, die verhindere, dass Zeitungen im Internet Geld verdienen. Die ARD sieht in der Anwendung ein legitimes Angebot für den Endverbraucher, der als Gebührenzahler öffentlich-rechtliche Angebote auch auf mobilen Endgeräten nutzen können soll.

Der NDR versucht heute, einen Dialog zwischen den verhärteten Fronten herzustellen. In der Sendung „Redezeit“ im Radioprogramm NDR Info diskutieren heute, am Dienstag d. 19. Juli, von 21.05 bis 22 Uhr Vertreter beider Parteien über die geplante App. Als Gäste geladen sind: Ulrich Hackmack, Verleger „Weser Kurier“ und „Bremer Nachrichten“; Thomas Hinrichs, Zweiter Chefredakteur ARD-aktuell (u. a. „Tagesschau“) und Franz Sommerfeld, Redaktionsvorstand des Zeitungshauses M. DuMont Schauberg (u. a. „Hamburger Morgenpost“). Die Hörer können ebenfalls mitdiskutieren.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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