Medienrecht

NDR-Rundfunkrat unterstützt barrierefreies Fernsehen

Der Rundfunkrat des NDR hat die Pläne der ARD zum weiteren Ausbau der barrierefreien Angebote im Fernsehen begrüßt. Die ARD hatte kürzlich bekannt gegeben, bis Ende 2013 alle Erstsendungen im Ersten für gehörlose und schwerhörige Zuschauer mit Untertiteln zu versehen. Zudem soll künftig für alle fiktionalen Formate sowie Tier- und Naturfilme im Hauptprogramm eine Hörfilmfassung für blinde und stark sehbehinderte Menschen angeboten werden.

Dr. Volker Müller, Vorsitzender des NDR-Rundfunkrats, sagte dazu in einer Pressemitteilung des NDR: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist für alle da. Deshalb hat er eine besondere Verantwortung, wenn es darum geht, Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung einen Zugang zum Fernsehen und zum Internet zu ermöglichen. Damit erhalten sie die Chance zur Teilhabe an einem wichtigen gemeinschaftlichen Medienerlebnis. Der Fahrplan, den die Intendantinnen und Intendanten der ARD für Das Erste beschlossen haben, ist ehrgeizig und findet unsere volle Unterstützung. Zugleich freut mich, dass auch das NDR Fernsehen noch deutlich zulegen will.“

NDR Intendant Lutz Marmor sagte dazu: „Der NDR möchte bis Ende 2013 möglichst alle Sendungen untertiteln, die er dem Ersten zuliefert. Im NDR Fernsehen streben wir bis zum selben Zeitraum eine Untertitelungs-Quote von mehr als 50 Prozent an“, so die Meldung weiter. Ebenfalls solle der Anteil von fiktionalen Sendungen mit Audiodeskription steigen, wobei besonders identitätsstiftende regionale Formate wie etwa „Neues aus Büttenwarder“ berücksichtigt werden sollen.

Der NDR bietet seit 2007 auch live untertitelte Sendungen an, die parallel zur Sendung im Videotext gesendet werden und vor gut einem Jahr wurde eine neue, serverbasierte Untertitelanlage in Betrieb genommen. Insgesamt sei die Untertitelungsquote in den vergangenen drei Jahren von 11% auf 37% gesteigert worden.

Derzeit sendet Das Erste etwa 37% des Programms mit Untertiteln. Sie können auf der Videotext-Seite 150 verfolgt werden.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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