Medienrecht

NDR muss Etat um 37 Millionen Euro kürzen

Der NDR muss künftig einen harten Sparkurs fahren: Bis Ende 2016 muss der Sender insgesamt rund 37 Millionen Euro in seinem Etat kürzen.

NDR Intendant Lutz Marmor hat den NDR-Verwaltungsrat in der Sitzung am 16. Mai über diesen Plan informiert. Grund für die Kürzungen sind weniger Finanzmittel in den nächsten Jahren. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) habe der ARD und damit auch dem NDR in ihrem 19. Bericht deutlich weniger Finanzmittel zugestanden, als diese beantragt hatten, so die Meldung des NDR.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Weniger Geld trotz Mehreinnahmen

Zwar erwarten die Sender durch den neu eingeführten Rundfunkbeitrag Mehreinnahmen, jedoch dürfen diese nicht ausgegeben werden, sondern sie werden einer Rücklage zugeführt, so die Meldung weiter.

Fast alle Bereiche des NDR, ausgenommen der vier Landesfunkhäuser, seien von den Kürzungen betroffen. Wo genau der Rotstift angesetzt werden soll, stehe jedoch noch nicht fest. Allerdings wolle man nicht bei den Programmen sparen. Der bis 2016 vereinbarte Stellenabbau werde planmäßig fortgesetzt, weitere Stellenreduzierungen sind nicht vorgesehen, so die Meldung des NDR.

„Paradoxe Situation“

NDR Intendant Lutz Marmor sagte dazu: „Es ist schon eine paradoxe Situation: Das neue Beitragsmodell funktioniert glücklicherweise und bringt mehr Beitragsgerechtigkeit und mehr Erträge. Davon haben die Sender aber zunächst nichts, sie dürfen die Mehrerträge nicht ausgeben. Anders als oft behauptet wird, bleibt das Geld also knapp. Aus diesem Grund müssen wir – wie schon in den vergangenen Jahren – weiter sparen und werden das so programmschonend wie möglich tun.“

Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats, ergänzte, dass aus seiner Sicht „eine Anpassung des Rundbeitrags an die Inflationsrate unumgänglich sein“ werde.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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