Medienrecht

Nach Kika-Skandal: ARD-Intendanten planen Etatkürzung

Der Betrugsskandal um den früheren Herstellungsleiter des Kinderkanals hat nun auch Auswirkungen auf den künftigen Finanzhaushalt des Senders. Die ARD-Intendanten gaben nun bekannt, den Jahresetat des Kinderkanals um eine Million Euro kürzen zu wollen.

Die Entscheidung für die Kürzung sei eine ausdrückliche Reaktion auf die jahrelange Veruntreuung von Geldern, so die Intendanten. Der internen Revision sei über Jahre nicht aufgefallen, dass ca. 800 000 Euro des Haushaltbudgets nicht in den Sendebetrieb geflossen, sondern abgezweigt wurden. Somit könne in Zukunft auch der Etat gesenkt werden. MDR-Intendant Udo Reiter sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dem Argument sei „schwer etwas zu entgegnen“.

Von 2005 bis 2010 hatte der damalige Kika-Herstellungsleiter insgesamt 4,6 Millionen veruntreut, die er nach eigenen Angaben mit einer Berliner Produktionsfirma geteilt und im Casino verspielt habe. Anfang Juli wurde er zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Verteidigung hat am Montag Revision gegen das Urteil eingelegt. Der MDR geht von einem Gesamtschaden von 8,2 Millionen Euro seit 2002 aus. Die früheren Fälle sind juristisch jedoch verjährt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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RSSKommentare (1)

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  1. Politischandersdenkender sagt:

    Es wäre schön wenn sie an besten den dämlichen KiKa ganz abschaffen würden!

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