Medienrecht

Mehr Gelder für Produzenten aus Leermedien- und Geräteabgaben

Produzenten erhalten künftig mehr Gelder aus der Leermedien- und Geräteabgabe.

Rückwirkend ab 2010 werden für Auftragsproduktionen nicht mehr nur 50%, sondern 85% an die Produzenten ausgeschüttet. Die restlichen 15% gehen an die auftraggebenden Sender, so der neue Verteilungsplan der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF).

© zimmytws - Fotolia.com

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Organisatorische Mitwirkung berücksichtigt

Die VFF berücksichtige bei der 15%igen Beteiligung der Sender die „organisatorische Mitwirkung der Sender sowie die Bewertung des wirtschaftlichen Risikos“, heißt es im neuen Verteilungsplan.

Der VFF-Beirat hat den neuen Verteilungsplan im Dezember 2013 einstimmig beschlossen. Dieser knüpfe auch an die Kriterien zur Bestimmung der Filmherstellereigenschaft der Produzenten an, die das Oberlandesgericht Dresden in einem von der AG Dok initiierten Urteil im März 2013 zusammengefasst hat, so die Meldung der Produzentenallianz.

Mit dieser Lösung sei die Produzentenallianz zufrieden, da sie höhere Ausschüttungen für die Produzenten und somit eine Verbesserung der Zukunftsfähigkeit der deutschen Produzentenlandschaft bedeute, so die Meldung weiter. Man begrüße auch, dass die beteiligten Sender mit ihrer Zustimmung zum neuen VFF-Verteilungsplan keine kurzfristigen Partikularinteressen verfolgt haben.

Der Vorsitzende des VFF-Beirats, Peter Weber zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Trotz unterschiedlicher rechtlicher Bewertungen ist es uns gelungen, ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis herbeizuführen und damit für Rechtssicherheit zu sorgen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Auftragsproduzent und Sendeunternehmen auch in diesem Bereich fortzusetzen“, so Weber laut Angaben des Branchenmagazins digitalfernsehen.de.

Die aktuelle Fassung des Verteilungsplans finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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