Medienrecht

Das Medium TV im Kampf gegen das Internet – Ein Bericht über die Ergebnisse des „German Entertainment and Media Outlook 2013-2017“

Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers hat bei den Medientagen in München, die vom 16-18. Oktober stattgefunden haben, die Ergebnisse der aktuellen Ausgabe des „German Entertainment and Media Outlook“ 2013-2017 präsentiert. Als wichtigstes Ergebnis des „German Entertainment and Media Outlook“ ist zu nennen, dass das Internet der Treiber in der Medienwirtschaft bleibt. In diesem Zusammenhang wurde ausführlich über das Thema: „Welche Chance hat das Medium TV im Kampf gegen das Internet?“ diskutiert.

„Das klassische TV ist nicht tot“

Der Geschäftsführer von Wirkstoff TV, Martin Krapf, äußerte sich zu dieser Frage so: „Das klassische TV ist nicht tot. Ganz im Gegenteil: Die TV Nutzung ist sehr robust und die hinter TV stehenden Geschäftsmodelle ebenso. Der Wert von linearem TV wird in Zukunft steigen, auch wenn die Reichweiten zurückgehen.“ Wirkstoff TV ist eine gemeinsame Initiative der TV Vermarkter für Gattungsmarketing.

Joel Berger, Industry Leader Media & Entertainment bei Google Germany sieht das Ganze ähnlich. Wer Bewegtbild via Internet anschaue, gehe nach seiner Ansicht nicht als TV-Nutzer an sich verloren. Zudem sei die Nutzungszeit im linearen TV-Bereich immer noch wesentlich länger.

Das Zusammenspiel von Internet und TV hat Vorteile

Markan Karajica, Vorsitzender der Geschäftsführung von ProSiebenSat.1 Digital, sieht im Zusammenspiel von Internet und Fernsehen Vorteile: „Ob Social TV, Second Screen oder TV – die Kanäle pushen sich gegenseitig.“ Auf beiden Kanälen werde Werbung für den jeweils anderen Kanal gemacht. Der neue Verbreitungsweg muss genutzt werden und nicht verdrängt, so lautet wohl die Philosophie. Karajica fügte hinzu: „Wir sind ein Content Haus. Wir bieten unsere Inhalte auf allen Plattformen und nutzen alle Geschäftsmodelle – werbefinanziertes Free TV oder Pay TV über Maxdome. Schließlich wollen wir die Wertschöpfungskette verlängern und nicht abklemmen“.

 

 

 

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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