Medienrecht

Medienkommission beanstandet Dauerwerbesendung

Dauerwerbesendungen sind im deutschen Fernsehen dann erlaubt, wenn sie deutlich gekennzeichnet sind. Doch dies ist nicht immer der Fall – die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat nun die „Jacobs Sofa Tour“ beanstandet.

Die Sendung „Jacobs Sofa Tour“ lief bei dem Sender landesweiten privaten Fernsehveranstalter NRW.TV. Obwohl die Sendung eine reine Werbesendung war, wurde sie nicht deutlich als solche gekennzeichnet, so die Meldung der LfM NRW. Ausgestrahlt wurde die Sendung neun Mal im Juli 2013.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Die Vorsitzende der Medienkommission der LfM Dr. Frauke Gerlach sagte dazu: „Es ist wichtig, dass Werbesendungen, die wie journalistische Beiträge wirken, korrekt gekennzeichnet sind. Denn nur so können wir den Zuschauer und das Qualitätsprodukt Journalismus effektiv schützen.“

Der § 7 Abs. 5 RfStV schreibt vor, dass für die Zuschauer der eindeutige Werbecharakter bei Dauerwerbesendungen klar erkennbar sein muss und eine dauerhafte Kennzeichnung mit dem Begriff „Dauerwebesendung” auf dem Fernsehbild erfolgen muss. Nach einem Beschluss des OVG Koblenz vom 03.11.2008 (Az. 2 B 10957/08) entspricht die Bezeichnung „Promotion” den gesetzlichen Vorgaben nicht, da die Begrifflichkeit mißverständlich sein könne.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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