Medienrecht

Medienaufsicht rüffelt VOX wegen Schleichwerbung

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) wirft VOX Schleichwerbung in einer bestimmten Sendung vor.

 

Nach der Vorschrift von § 7 Abs. 6 S. 1 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV) dürfen Fernsehsender keine Schleichwerbung betreiben. Doch sie halten sich nicht immer an die Vorgabe, dass Werbung von redaktionellen Inhalten deutlich getrennt werden muss.

Nunmehr hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) gerügt, dass der Sender VOX in der Sendung „auto mobil“ Schleichwerbung für ein bestimmtes Produkt gemacht haben soll. Es handelt sich dabei laut ZAK um eine Mittel zur Autopflege, das als hochwertig und im Vergleich zu anderen Pflegemitteln als überlegen worden sei.

Die Medienaufsicht ist durch die Beschwerde von einigen Zuschauern drauf aufmerkam geworden. Das Fatale an Schleichwerbung ist, dass sie nicht so leicht erkannt wird. Dadurch wird der Zuschauer schnell in die Irre geführt-was nicht hingenommen werden kann. Deshalb ist Schleichwerbung verboten und nach § 4 Nr. 3 UWG wettbewerbswidrig.

Näheres hierzu finden Sie in der Pressemitteilung des ZAK Nr. 09/2011 vom 05.04.2011.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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