Medienrecht

Medienaufsicht fordert Sicherung von Transparenz und Auffindbarkeit

Bei einer Tagung der Medienanstalten haben Vertreter von Medienaufsicht sowie von privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstaltern für Rundfunkprogramme einen gleichberechtigten Zugang zu Navigatoren und hybriden Endgeräten gefordert.

Thomas Fuchs, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) sagte dazu: „Auffindbarkeit wird zum Dreh- und Angelpunkt der Vielfaltsicherung, Auswahlentscheidungen haben mit dem Ende der Kapazitätsknappheit ihre Bedeutung verloren. In der Konsequenz werden auch die Medienanstalten ihre Tätigkeit wandeln: weg von der Zugangskontrolle, wie sie etwa die Lizenzierung darstellt, hin zu einer Missbrauchsaufsicht, in der Mechanismen für Schlichtung und Interessenausgleich eine stärkere Rolle spielen werden.“

Es sei ein neuer Ansatz für hybride Endgeräte, Netz-Aggregatoren und digitale Empfehlungsdienste für Fernsehinhalte erforderlich, so Dr. Hans Hege, ZAK-Beauftragter für Plattformregulierung und digitalen Zugang. „Wir brauchen eine eigenständige Navigationsregulierung, um den Zuschauern auch in Zukunft die neutrale Suche nach Rundfunkangeboten zu ermöglichen und den diskriminierungsfreien Zugang von Anbietern zu den vielfältigen Plattformen zu gewährleisten“, so Hege laut einer Meldung der ZAK.

Dies müsse auch für die Telemedienangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gelten, so die Forderung des MDR-Justiziars Professor Jens-Ole Schröder und Felix Mai aus der ZDF-Rechtsabteilung.

Aufgrund des wachsenden Einflusses von Referenz- und Empfehlungssystemen wie den sozialen Netzwerken gewinne die Auffindbarkeit von Rundfunkinhalten immer mehr an Bedeutung, so die Meldung weiter. Dies werde durch den Erfolg von Social TV und Second-Screen-Apps deutlich: bereits 65% der Smartphone-Besitzer und 71% der Tablet-Besitzer benutzen diese Geräte als Second Screen, so Professor Klaus Goldhammer von Goldmedia laut der Meldung der ZAK

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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