Medienrecht

Medienanstalten beanstanden Werbezeitenüberschreitungen bei Sat.1 und Tele 5

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat bei den Privatsendern Sat.1 und Tele5 Verstöße gegen die Werbezeitenregelungen beanstandet.

Beide Sender haben gegen die Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages verstoßen, indem sie die erlaubten zwölf Minuten Werbung pro Sendestunde überschritten haben, so die Meldung der ZAK. Während es sich bei Sat.1 nur um einen Fall handelt, wurde bei Tele 5 die Überschreitung in insgesamt 18 Fällen festgestellt.

Trennungsgebot von Programm und Werbung verletzt

Sat.1 habe jedoch in einem weiteren Fall das Trennungsgebot von Programm und Werbung verletzt. Konkret ging es um einen werblichen CD-Tipp und die werbliche „Videopremiere“ im Programm von SAT.1 von Alanis Morissette, die nicht als Werbung gekennzeichnet wurden, so die Meldung der ZAK weiter.

©-www.choroba.de-FotoliaDie Medienanstalten hatten im Frühjahr die Programme von insgesamt 14 Sendern ausgewertet um den Umgang mit den Werbezeitenregeln zu analysieren. Der Vorsitzende der ZAK, Dr. Jürgen Brautmeier, sagte mit Blick auf die Überschreitungen: „Zuschauer müssen sich darauf verlassen können, dass der Werbeanteil pro Sendestunde eingehalten wird. Mehr als zwanzig Prozent sind gesetzlich nicht zulässig.“

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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