Medienrecht

MDR-Affäre Foht: Produzenten wollen klagen

Der MDR kommt nicht aus den Negativschlagzeilen raus: Im Zuge der Affäre um den entlassenen Ex-Unterhaltungschef Udo Foht droht nun neuer Ärger: Nach Angaben der „Welt“ wollen mindestens zwei Fernsehproduzenten den MDR wegen nicht eingehaltenen Produktionszusagen, die Foht während seiner Amtszeit erteilte, auf Schadensersatz verklagen.

Zum einen geht es um eine nie ausgestrahlte Talkshow, für die die Schweizer Firma Gillming & Co. nun einen Ausgleich verlangt. Die Anwältin der Firma sagte gegenüber der „Welt“: „Wir fordern um die 100 000 Euro vom MDR.“ Nach Angaben des Blatts soll die Klage demnächst beim Landgericht Leipzig eingereicht werden.

Auch Carsten Weidling, der für den MDR die Globetrotter-Serie „Wir sind überall“ realisiert hat, berufe sich auf erteilte Produktionszusagen für 22 weitere Folgen, so die „Welt“. Nach Angaben des Blatts liege der Auftragswert bei 90 000 Euro. Der MDR rechne darüber hinaus mit weiteren Klagen, so die Informationen der „Welt“.

Die ARD-Anstalt war in den letzten Monaten immer wieder wegen verschiedener Skandale in der Presse, für die der ehemalige MDR-Intendant Udo Reiter zum Ende seiner Amtszeit die „politische Verantwortung“ übernommen hatte. Seit dem 01. November 2011 ist Karola Wille neue Intendantin des MDR.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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