Medienrecht

MDR-Affäre Foht: Anwaltsbüro legt Mandat nieder

Die Affäre um den suspendierten MDR-Unterhaltungschef Udo Foht zieht scheinbar immer größere Kreise. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat nun die Berliner Anwaltskanzlei, die Foht bislang vertreten hatte, ihr Mandat niedergelegt. Die SZ beruft sich auf eine „sichere Quelle in Leipzig“. Nach Angaben der SZ waren weder die Kanzlei noch Foht zu einer Stellungnahme bereit.

Die Tatsache, dass die Berliner Kanzlei Schertz und Bergmann ihr Mandat abgegeben hat, ist für Beobachter ein Hinweis dafür, dass die Affäre gravierender sein könnte als bislang vermutet, so die SZ.

Foht hatte während seiner Zeit als Unterhaltungschef des MDR unlautere Kreditgeschäfte getätigt. Gegen fünf weitere Beschuldigte wird ebenfalls ermittelt. Zudem gibt es den Verdacht, dass sich TV-Firmen möglicherweise TV-Auftritte mit „Kreditgaben“ erkauft haben.

MDR-Intendant Udo Reiter hat Sonderermittler Ingmar Weitemeier mit der Untersuchung des Falls beauftragt, die Ergebnisse werden demnächst erwartet. Vermutungen von Weitemeier zufolge könnten hinter den Geldtranfers von Foht sogenannte Kickbacks stecken, also versteckte Gelder für Bestechungen oder Ähnliches, so die SZ weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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