Medienrecht

LfM für Werbebegrenzung im öffentlich-rechtlichen Radio

 

Die öffentlich-rechtlichen Sender finanzieren sich über die Rundfunkgebühren. Doch auch Werbegelder fließen in die öffentlich-rechtlichen Kassen. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat sich nun erneut für eine Werbebegrenzung im öffentlich-rechtlichen Radio ausgesprochen.

Momentan sind 90 Minuten Werbung pro Tag im öffentlich-rechtlichen Hörfunk erlaubt. Zu viel, findet Jürgen Brautmeier, Direktor der LfM, und fordert eine Begrenzung der Werbezeit bei den WDR-Wellen auf 60 Minuten täglich.

 © Alexander Tarasov - Fotolia

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Werbebegrenzung für Chancengleichheit

Es gehe darum, innerhalb des Radiowettbewerbs in Nordrhein-Westfalen eine Chancengleichheit für private Lokalradios herzustellen.

„Die Lokalsender in NRW müssen sich gegen sechs gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche WDR-Programme behaupten. Auch durch die Formatierung der WDR-Programme werden immer wieder große Herausforderungen an den Lokalfunk in NRW gestellt“, schreibt Brautmeier in einem Beitrag für das Fachmagazin promedia.

Gerade weil die Lokalradios große Hörernähe und lokale Kompetenz vorweisen können, müsse diese Vielfalt erhalten werden.

Die Werbebegrenzung in NRW sei überfällig, der NDR habe die 60 Minuten Regelung bereits eingeführt und könne sich dennoch im Wettbewerb behaupten, so die Meldung der LfM weiter.

Vor allem beim privaten Rundfunk steht die Werbung auf den öffentlich-rechtlichen Sendern in der Kritik. So plädiere der VPRT schon lange für eine Harmonisierung der Werbung bei den ARD-Radioprogrammen. Auch die laut dem KEF-Bericht erwartete Mehreinnahme sei Grund genug für eine strukturelle Entscheidung für eine Werbereduktion bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern, so die Forderung des VPRT. (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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