Medienrecht

Längere Verweildauer von Mediatheken-Inhalten im Netz gefordert

Momentan dürfen die Inhalte der Mediatheken von ARD und ZDF nur sieben Tage online sein, danach müssen sie wieder entfernt werden. Eine Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung des Bundestags hat diese Praxis nun kritisiert und für eine längere Verweildauer der Inhalte plädiert.

Nach Angaben der Studie würde sich die begrenzte Verweildauer negativ auf das Qualitätsspektrum im Netz insgesamt auswirken. Auch könnte es generell einen nachteiligen Einfluss auf das Entstehen innovativer Formate im Internet haben. Insofern müsse die Regelung überdacht werden, so die Studie „Gesetzliche Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft“. Eine ausführliche Analyse der Folgen der Verweildauerregelung könnte hier zur Klärung beitragen, so die Studie weiter.

Beim Thema Meinungsbildung im Netz kam die Studie zu dem Ergebnis, dass die Meinungsbildung momentan (noch) weiterhin von großen Medienunternehmen mit Zeitungen und Zeitschriften, mit Fernseh- und Hörfunkprogrammen betrieben werde. Demnach müsse  nach wie vor eineMedienkonzentration mit Hilfe staatlicher Regulierung verhindert oder eingedämmt werden. Allerdings gelte es zu beobachten, wie sich die Besitz- und Machtverhältnisse zwischen traditionellen Medien und dem Internet tatsächlich entwickeln und wie sich Cross-Media-Effekte auswirken, so die Studie weiter

Die gesamte Studie finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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