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Beratung zu allgemeinen Fragen des Kunsthandels

Kunst wird häufig nicht nur aus Liebhaberei gesammelt, sondern auch als wertstabile Geldanlage verstanden, die unabhängig von staatlichen Stellen oder dem allgemeinen Wirtschaftsmarkt für gewinnbringende Erlöse sorgen kann. Dabei ist es wichtig, den Kauf – der meist mit hohen finanziellen Transaktionen einher geht – rechtlich abzusichern. Der Kunsthandel gilt aber nicht zuletzt wegen seiner internationalen Ausrichtung als komplex, wenig transparent und daher schwer zu durchschauen. Sie möchten ein Kunstwerk kaufen oder Teile Ihrer Sammlung verkaufen? Wir kennen uns aus und beraten Sie umfassend über Ihre Möglichkeiten und die rechtssichere Gestaltung des Kaufs bzw. Verkaufs.

Die Realisierung hoher Verkaufspreise

Gerade als Verkäufer eines Kunstwerkes ist man an möglichst hohen Verkaufserlösen interessiert. Verkäufer wollen oftmals die Gunst der Stunde nutzen und ein gefragtes Kunstwerk wegen bestehender Nachfrage und gleichsam hohem Zahlungsinteresse der potentiellen Käufern Dritten anbieten. Der Erfolg eines möglichen Verkaufes ist stark abhängig von der genutzten Präsentationsbühne. Die Käuferschichten unterscheiden sich international. Spitzenpreise sind nur bei entsprechend sinnvoller Positionierung möglich.

Das Anbieten eines Kunstwerkes an dem falschen Ort kann dazu führen, dass entweder gar nicht verkauft wird oder wenn zu einem schlechteren Kurs als erwartet. Bestehende Kenntnisse über die Marktgegebenheiten werden Ihnen helfen den richtigen Ort für einen geplanten Verkauf bzw. Kauf zu finden. Ebenso wichtig für einen erfolgreichen Verkauf ist der richtige Zeitpunkt des Angebots. Der Markt gibt nicht immer Spitzenpreise her. Die Kenntnis um die in der Vergangenheit erzielten Erlöse bei weltweiten Auktionen und das Wissen um derzeit realisierbare Verkaufserlöse wird Ihnen helfen einen entsprechend guten Zeitpunkt für ein Angebot wahrnehmen zu können. 

Auf Käuferseite – gerade in Hinblick auf Kunst als Anlageform – bietet sich eine entsprechende Beratung an, um einen geschätzten Kaufpreis in Relation zu einer vorgestellten Wertentwicklung kompetent bewerten zu können.

Die Realisierung von Höchstpreisen erfordert auch die Ausgestaltung von Verkaufsverträgen mit entsprechend vorteilhaften Konditionen. Gerade wenig erfahrene Käufer oder Verkäufer laufen Gefahr, im Zuge eines Vertragsschluss mit Galeristen oder Auktionshäusern nicht das maximale Potential an Gewinn oder Preis erzielt zu haben. Die Prüfung von Haupt- und Nebenpflichten sowie die Bewertung der Kalkulation möglicher Restaurierungs-, Transport-, und Versicherungskosten sind für eine umfassende Bewertung der Vor- und Nachteile eines geplanten Kunsthandels unerlässlich.

Gebote des Kunsthandels

Generell werden auch im Kunsthandel die Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Ein wichtiger Faktor, der die Begehrlichkeiten eines Kunstwerkes beeinflussen kann, ist die Marktfrische eines Kunstwerkes. Je häufiger ein Kunstwerk der Öffentlichkeit präsentiert und zum Verkauf angeboten wird, desto weniger Reiz wird es auf potentielle Käufer ausüben, Maximalpreise zu bieten.

Schon wenige Auktionen ohne passendes Verkaufsangebot können den Wert eines Kunstwerkes langfristig mindern. Anders herum kann es durchaus sein, dass sich Kunstwerke für weniger Einsatz erwerben lassen, wenn durch z.B. ungünstige Platzierungen in der Vergangenheit keine Verkäufe erzielt worden konnten und nun ein neuer Verkaufsversuch geplant wird.

In welchem Land, zu welcher Zeit und in welcher Umgebung ein Kunstwerk zum Verkauf angeboten wird, ist für den Verkaufserfolg entscheidend. Noch entscheidender ist generell die gewissenhafte Vorbereitung des zukünftigen Handels. Die Recherche zur Historie des Kunstwerkes, der Ausstellungsvergangenheit und eine gutachterlich erstellte kunsthistorische Einordnung des Werkes müssen vorhanden sein, um potentiellen Käufern jegliche angefragte Informationen bieten zu können.

Der Erfolg eines Kauf oder Verkaufs eines Kunstwerks bestimmt sich oftmals nicht nur anhand des vereinbarten Kaufpreises. Die vertraglich geregelte Abwicklung des Kaufvertrages darf nicht nur die Kaufpreiszahlung festlegen, sondern sollte auch detaillierte Regelungen zum weiteren Ablauf der Übergabe des Werkes enthalten.

Rechtliche Probleme können sich im gesamten Ablauf eines Kunstverkaufs ergeben. Unabhängig davon, ob Galeristen, Auktionshäuser oder Privatpersonen Vertragspartner werden. Die rechtssichere Ausarbeitung der Provenienz eines Kunstwerkes und eine ausführliche Dokumentation der Haupt- und Nebenpflichten eines Kaufvertrages sollten entsprechend konsequent verlangt und ausgehandelt werden, um größtmögliche Zufriedenheit auf Käufer und Verkäuferseite zu erzielen und der Gefahr von Konflikten im Vorfeld möglichst effektiv zu begegnen.

Galerie
Vertragsschluss Symbolbild

Der Kauf und Verkauf von Kunstwerken

Der Bereich der Kunst hat schon seit Jahrtausenden einen Markt, der maßgeblich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Während früher vor allem die gesellschaftliche Anerkennung dafür verantwortlich war, dass Menschen Kunst gesammelt haben, spielt heute der finanzielle Aspekt eine meistens noch größere Rolle.

Der Kunstmarkt ist ein Milliardengeschäft. Verkaufszahlen bewegen sich weltweit in immer größere Dimensionen. Kunst als Anlagemöglichkeit ist beliebter denn je. Zeitgleich wächst das persönliche Verlangen der Sammler Kunst für den privaten Genuss zu besitzen.

Die verschiedenen Möglichkeiten, Kunst zu verkaufen

Der Kauf und Verkauf von Kunstwerken erfolgt auf verschiedenen Wegen. Kunst mit höherem Wert wird in den meisten Fällen über Auktionshäuser oder Galerien verkauft. Der Kunsthandel mit Kunstwerken geringerer Preisstruktur erfolgt entweder durch Galerien oder den Künstler selber. Durch den Einzug des Internets haben Künstler heutzutage viel einfachere Möglichkeiten Kunstwerke ohne großen Aufwand Dritten präsentieren und zum Kauf anbieten zu können.

Bei dem Kauf und Verkauf von Kunst wird grundsätzlich unterschieden zwischen Primär- und Sekundärmarkt. Künstler, die von exklusiven Galeristen vertreten werden und diesen exklusiv Kunstwerke für den Galerieverkauf zu Verfügung stellen, bedienen den sog. Primärmarkt. Den Sekundärmarkt bilden Auktionshäuser, die Kunstwerke schätzen und Dritten anbieten, ohne zwangsläufig mit dem Künstler in einer direkten geschäftlichen Verbindung stehen zu müssen.

Bestimmung des Preises oft schwierig

Der Kauf und Verkauf von Kunstwerken wird dadurch erschwert, dass der „richtige“ Preis bzw. „korrekte“ Wert von Kunst nach objektiven Maßstäben nur schwer zu bestimmen ist. Parameter, die eine erstmal generelle wertmäßige Einordnung eines Kunstwerkes ermöglichen sind das Alter, die Herstellungsweise des Kunstwerkes und die Bekanntheit des Künstlers selbst. Die Wertbildung von Kunstwerken weiter davon beeinflusst welche Preise für Kauf und Verkäufe eines Künstlers in vergleichbaren Auktionen erzielt wurden. Das Gebot von Angebot und Nachfrage beherrscht auch den Kunsthandel. Die zu erzielenden Preise variieren international. Auch die einzelnen Verkaufswege versprechen unterschiedliche Ertragspotentiale.

Rechtsanwältinnen Wilde und Schmid

Wir helfen Ihnen, Ihren Kunstkauf bzw. -verkauf rechtlich abzusichern

Die gesetzlichen und vertraglichen Problemkonstellationen bei Kauf und Verkauf von Kunst- und Kulturgütern sind weit gefasst. Der Künstler selber möchte sein Kunstwerk vor Verfall schützen, möglicherweise bestimmte Verkaufspreisuntergrenzen nicht unterschreiten und möglichst wenig Marge abgeben. Detaillierte Regelungen mit Galeristen, Auktionshäusern oder privaten Käufern können im Vorfeld eines Verkaufsprozesses die Gefahr von auftretenden Konflikten erheblich eindämmen. Der Galerist oder Käufer einer Kunstwerkes ist interessiert an einem möglichst günstigen Preis und einer Bestätigung über die Echtheit eines Kunstwerkes. Darüber hinausgehende Konfliktfelder wie die Lagerung, der Versand und die Pflege von Kunstwerken sollten mit Vertragspartnern ebenfalls vertraglich geregelt werden, um den Pflichtenkreis der Vertragsparteien klar zu definieren. Da der Handel mit Kunst oftmals Handel mit Unikaten von erheblichem Wert bedeutet, ist die frühzeitige rechtssichere Planung von Kauf- und Verkaufsprozessen zu empfehlen.

Wir unterstützen Sie bei jedem Schritt der Transaktion von Kunstwerken und beraten Sie insbesondere bei der individuellen Vertragsgestaltung.

Das Expertenteam steht Ihnen gerne Rede und Antwort für Ihre Fragen.

Rufen Sie uns unter 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) an.