Medienrecht

Interner ARD-Finanzausgleich gefährdet

Der interne ARD-Finanzausgleich dient dazu, kleinere Anstalten wie Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk zu sichern. Doch nach Angaben des „Focus“ könnte dieses Modell nun gefährdet sein.

Wie das Magazin Focus berichtet, wollen der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und der Hessische Rundfunk (HR) nicht mehr Teile ihrer Rundfunkgebühren für den internen Finanzausgleich der Sendeanstalten abtreten. Momentan zahlen der Bayerische Rundfunk (BR), der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der Südwestrundfunk (SWR), der Westdeutsche Rundfunk (WDR) sowie der MDR und der HR jährlich insgesamt 53,7 Millionen Euro, um die kleineren Sendeanstalten zu unterstützen. Davon gehen 24,8 Millionen Euro an Radio Bremen, der SR wird mit 28,9 Millionen Euro unterstützt, so die Angaben des Focus. Die Lage sei bei beiden Sendern beispielsweise so angespannt, dass diese ihre Tatort-Folgen nicht selbst produzieren können, so die Meldung des Focus.

Allerdings hätten der MDR und der HR selbst finanzielle Probleme und wollen demnach nun von der Geber- auf die Nehmerseite wechseln, so der Bericht weiter. Wie der Focus weiter berichtet, gebe es konkrete Pläne der Intendanten der ARD, den Finanzausgleich zu reformieren.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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