Medienrecht

Geschäftsbericht 2011: GEZ-Einnahmen rückläufig

Die GEZ erzielte im letzten Jahr weniger Gesamteinnahmen als im Jahr 2010. Waren es im Jahr 2010 noch 7.545,3 Mio.  Euro, musste man 2011 einen Rückgang auf 7.533,5 Mio. Euro verzeichnen – dies entspricht einem Minus von 11,8 Mio. Euro.

Ende 2011 führte die GEZ rund 41,8 Mio. Teilnehmerkonten, dies ist ebenfalls ein Rückgang gegenüber des Vorjahres von rund 55.000 Teilnehmerkonten. Auch die Zahl der gebührenpflichtigen Hörfunkgeräte (./. 159.260 Geräte) und die der gebührenpflichtigen Fernsehgeräte (./. 121.819 Geräte) sanken 2011 im Vergleich zum Vorjahr. Dies bedeutet mit Blick auf den Jahresanfangsbestand einen Rückgang beim Hörfunk um 0,41 % und beim Fernsehen um 0,37 %. Seit dem Jahr 2008 ist der Bestand der Rundfunkgeräte rückläufig.

Anstieg bei gebührenbefreiten Geräten

Die Zahl der gebührenbefreiten Geräte ist im Jahr 2011 um 0,04 % (Hörfunk) bzw. 0,77 % (Fernsehen) gestiegen. Insgesamt sind 50,69 % der befreiten privaten Teilnehmerkonten Empfänger von Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II.

Bei den neuartigen Rundfunkempfangsgeräten (NEG) betrug der Zuwachs der gemeldeten gebührenpflichtigen Geräte 104.046, das ist ein Plus von 31,70 %.

Die Gesamterträge 2011 von ARD, ZDF und Deutschlandradio beliefen sich ohne Anteile der Landesmedienanstalten auf rund 7,39 Milliarden Euro. Insgesamt reicht die Spanne der Gesamterträge der Landesrundfunkanstalten von 42,6 Mio. € bei Radio Bremen bis zu 1.152,2 Mio. € beim Westdeutschen Rundfunk, so der Geschäftsbericht der GEZ.

Insgesamt summierten sich die Gebührenerlöse der ARD auf 5,373 Milliarden Euro (2010 waren es noch 5,382 Mrd. Euro), das ZDF konnte 2011 1,824 Milliarden Euro verbuchen, Deutschlandradio hielt mit 193,4 Millionen Euro ungefähr das Vorjahresniveau (2010 waren es 193,6 Mio. Euro).

Den kompletten Geschäftsbericht 2011 der GEZ finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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