Medienrecht

Einmaliges Geschäftsmodell – Der Madsack Media Store

Die Mediengruppe Madsack greift mit der Eröffnung seines neuen Media Store am 15. Oktober 2011 in Hannover den Trend der Tablet – PCs auf und ruft damit ein in Deutschland bisher einmaliges Tablet – Geschäftsmodell ins Leben.

Das Konzept der Verlagsgruppe basiert auf drei Säulen: Zum einen verkaufen sie Hardware, die über das eigens dafür aufgebaute Netz aus Ladenlokalen vertrieben wird – so sollen weitere Läden demnächst in Kiel und Leipzig entstehen. Zum anderen will der Verlag eine App ins Leben rufen, um die Inhalte der 17 regionalen Madsack – Titel auf iPads und Smartphones anzubieten. Drittens will der Verlag eigene Schulungen durchführen, um die Leser fit für die neuen Techniken zu machen – jede Woche mindestens eine Schulung für rund 100 Kunden.

Der HAZ – Mutterkonzern bietet in dem Laden selbst mobile „Bundles“an, welche aus einem Tablet (iPad oder Galaxy Pad) bestehen, ausgestattet mit redaktionellen Apps, einer passenden Daten-Flatrate und weiteren Service-Dienstleistungen. Der Einkauf vor Ort soll dabei zu einem Event werden, ähnlich dem Konzept von Apple.

Das Gesamtpaket aus Tablet und Service kann für 50 Euro pro Monat erworben werden, darüber hinaus bietet Madsack jetzt eine eigene App – Sonntagszeitung für Tablets an.

Herzstück des Ganzen: die neue App Sonntag. Unter der Regie des ehemaligen HAZ – Chefredakteurs, Ulrich Neufert, soll das neue Redaktionsteam „Digitale Welten“ jede Woche ein „opulentes Wochenend – Magazin“ produzieren, so Meedia.de. Die Beiträge sollen zum Teil exklusiv für die App erstellt werden – es wird eine Zusammenarbeit mit dem Team der Rheinischen Post stattfinden, die mit rp+ bereits über Erfahrung bei der Produktion eine ähnlichen Sonntags – Magazins verfügen. Natürlich wird man erst einmal herauszufinden sein, welche Inhalte und Textsorten die Leser interessieren.

Zum Start der App am Sonntag werden voraussichtlich rund 40 Kolumnen und Dossiers aus Bildern, Videos, Texten und Audio geboten. Darunter z. B. eine Audio – Slide – Show über einen alten griechischen Schneider aus Hannover.

Die App wird für IOS und Android erstellt, in den Apple-App-Stores ist sie allerdings noch nicht verfügbar.

Das Geschäftsmodell der Madsack ist „ein Meilenstein in der mobilen Mediennutzung“, denn sie sei gleichermassen innovativ wie weitsichtig, so Herbert Flecken, Vorsitzender der Konzern – Geschäftsführung von Madsack auf Meedia.de.

Einzelheiten zum Inhalt des von Madsack angebotenen Bundles (Endgerät, Datenflatrate, Service etc.) finden sie hier.

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Haben Sie Fragen aus dem Bereich Medienrecht? Frau Rechtsanwältin Rafaela Wilde steht Ihnen mit ihrer Expertise und langjährigen Erfahrung gerne zur Verfügung.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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