Medienrecht

DVB-T: RTL steigt aus Empfang per Antennenfernsehen aus

Wer Fernsehen per terrestrischer Verbreitung (DVB-T) dem Satellitenfernsehen vorzieht, muss Einbußen bei Privatsendern hinnehmen. RTL möchte sich aus diesem Bereich zurückziehen und hat die Ausstrahlung bereits eingeschränkt.

DVB-T: RTL steigt aus Empfang per Antennenfernsehen aus ©-Thomas-Jansa-Fotolia

DVB-T: RTL steigt aus Empfang per Antennenfernsehen aus ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Unter terrestrisch verbreitetem TV ist die Verbreitung von Fernsehen über das Antennenfernsehen zu verstehen (digitales Antennenfernsehen). Das Programm wird über Sendemasten mittels dem Verfahren DVB-T (Digital Video Broadcasting-Terrestrial) ausgestrahlt. Für manche Nutzer ist DVT-T interessant, weil es mit wenig Kosten verbunden ist.

Anders sehen das jedoch die Privatsender, denen das Satellitenfernsehen (Satelliten-TV) gegenüber DVB-T lukrativer erscheint. Nach aktuellen Meldungen ist RTL seit dem 01.08.2013 nicht mehr in der Umgebung von München terrestisch zu empfangen. Ab dem 31.12.2014 könne RTL bundesweit nicht mehr empfangen werden. Von der Einstellung sollen dann 1,17 Millionen Haushalte betroffen sein.

RTL beruft sich dabei auf den Kostendruck. DVB-T sei angeblich der „mit Abstand“ teuerste Verbreitungsweg für die TV-Sender. Die Kosten seien um ein Vielfaches höher als bei Satellit oder Kabel. Die damit verbundenen Investitionen „in Millionenhöhe“ seien für die RTL-Mediengruppe angeblich nicht tragbar.

 

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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