Medienrecht

Drehverbot: „heute-show“ im Bundestag unerwünscht

Die „heute-show“ ist für ihre spitzen Kommentare zum politischen Geschehen hierzulande bekannt. Doch die hiesige Politik scheint das nicht so lustig zu finden und hat der Sendung nun Drehverbot im Bundestag erteilt.

Bislang hatte die Satiresendung schon öfter im Bundestag gedreht. Doch künfig wird es dies nicht mehr geben. „heute-show“-Moderator Oliver Welke hatte in der letzten Ausgabe der Sendung bekanntgegeben, dass man nicht mehr im Bundestag drehen dürfe.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Keine politische Berichterstattung

So habe der Pressesprecher des Bundestages, Ernst Hebeker, in einem Schreiben mitgeteilt, dass es sich bei der „heute-show“ um „keine politisch-parlamentarische Berichterstattung“ handele und sie daher nicht mehr im Bundestag drehen dürfe.

Welke sagte dazu in der Sendung: „Ja, ich meine, was machen wir denn sonst hier, außer politische Berichterstattung? Ohne Scheiß jetzt, jeder darf drehen im Bundestag. KIKA dreht im Bundestag. ‚Bauer sucht Frau‘ dreht im Bundestag. Aber wir dürfen nicht rein.“

Abschließend gab Welke bekannt, dass man diese Entscheidung nicht einfach so hinnehmen wolle. „Dieser Kampf ist noch nicht zu Ende“, so Welke.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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