Medienrecht

Dokumentar-Produzenten fordern Regeln für Ausschreibungen von ARD und ZDF

Die Sektion Dokumentation der Allianz Deutscher Produzenten fordert ein klares Regelwerk für die Ausschreibungen der öffentlich-rechtlichen Sender.

Grundsätzlich unterstütze man die Transparenzbemühungen von ARD und ZDF, die mittlerweile Fernsehproduktionen immer häufiger ausschreiben würden, so die Meldung der Sektion Dokumentation der Produzentenallianz. Um jedoch eine Teilnahme an den entsprechenden Ausschreibungen wirtschaftlich vertretbar zu machen, müssten Rahmenbedingungen vereinbart werden, so die Meldung weiter.

Eine Weiterführung der bisherigen Praxis würde die wirtschaftlich bereits angespannte Lage der Doku-Produzenten weiter verschärfen, da gerade im Bereich Dokumentation die Produktionsbudgets knapp sind.

In dem Regelwerk soll u. a. die Beschränkung der Teilnehmerzahl der angefragten Produktionsfirmen festgelegt werden. Auch der Umfang der einzureichenden Unterlagen soll festgelegt und die eingereichten Vorschläge honoriert werden, so die Meldung weiter. Ebenfalls ein Anliegen der Sektion Dokumentation ist die Wahrung der Urheberrechte bei den Ausschreibungen.

Dokumentarischer Journalismus sei eine der Säulen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Ohne eindeutige Regeln, gerade bei Ausschreibungen, könnten die Doku-Produzenten auf Dauer die Herstellung von hochwertigen Dokumentationen nicht garantieren, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.