Medienrecht

Das Europäische Parlament billigt das neue Programm Creative Europe

Das Europäische Parlament hat das neue Programm Creative Europe gebilligt. Creative Europe ist ein EU-Förderprogramm, das die früheren Förderprogramme MEDIA und Kultur zusammenfasst. Es soll Anfang 2014 in Kraft treten.

Kreativbranche soll verstärkt unterstützt werden

Dem Förderprogramm stehen insgesamt 1,46 Mrd Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen viele kreative Bereiche (Kultur, Film, Musik, Kunst) in den nächsten sieben Jahren gefördert werden. Durch die Förderung sollen der Wachstum und die Beschäftigung im kreativen Sektor steigen. Die Kreativbranche macht bereits 4,5 % des BIP der EU aus, und sie beschäftigt über 8 Millionen Menschen. Von der Förderung sollen mindestens 250.000 Künstler und Kulturschaffende, 2000 Kinos, 800 Filme und 4500 Buchübersetzungen profitieren. Zudem soll es kleinen Kreativunternehmen einfacher gemacht werden an Kredite kommen.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend reagierte mit Begeisterung auf die Entscheidung des Parlaments: „Es werden nicht nur Finanzhilfen in beträchtlichem Umfang bereitgestellt, sondern die Garantiefazilität wird auch Hunderten von kleinen Unternehmen den Zugang zu Kapital erleichtern.“

Das Programm besteht aus einem „Kultur“ und einem „MEDIA“ Teil

Das Programm Creative Europe besteht aus zwei Teilen: Einem „Kultur“ Teil zur Förderung der darstellenden und bildenden Kunst, des Kulturerbes und anderer Kulturbereiche und eines anderen „MEDIA“ Teils zur Finanzierung der Kinobranche und des gesamten audiovisuellen Sektors. Ab 2016 werden beide Teile branchenübergreifend unterstützt werden durch einen Aktionsbereich zur Förderung der politischen Zusammenarbeit und bereichsübergreifender Maßnahmen.

Programm finanziert auch andere Kulturaktionen

Schließlich wird das Programm auch zur Finanzierung der Aktion Kulturhauptstädte Europas, des Europäischen Kulturerbe-Siegels, der Europäischen Tage des Denkmals und der fünf europäischen Preise (EU-Preis für Kulturerbe/Europa Nostra Awards, EU-Preis für zeitgenössische Architektur, EU-Literaturpreis, European Border Breakers Awards und MEDIA-Preis) eingesetzt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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