Medienrecht

BR Studie: Politisches TV oft zu kompliziert

Eine im Auftrag des Bayerischen Fernsehens von Infratest dimap durchgeführte Studie hat ergeben, dass für 41% aller Befragten Politik oft so kompliziert ist, dass sie diese nicht verstehen.

Insgesamt gaben sogar 71% der Deutschen an, dass sie sich von den Fernsehsendern mehr Hintergrundinformationen und Erklärungen von Zusammenhängen bei der politischen Berichterstattung wünschen. Die Verständlichkeit von politischen Beiträgen im deutschen Fernsehen wird demnach von den meisten Befragten kritisiert. 51% gaben an, dass ihnen in politischen Fernsehbeiträgen zu viele unverständliche Fremdwörter vorkommen würden.

Das Bayerische Fernsehen sieht darin eine Bestätigung des angestrebten erklärenden Journalismus. Andreas Bönte, Initiator der Studie und Programmbeauftragter für das Bayerische Fernsehen: „Mit der Studie wollten wir herausbekommen, wie sehr sich unsere Zuschauer für Politik interessieren, was sie über Politik wissen und welche Schlussfolgerungen wir als Programm-Macher daraus ziehen können. Für viele Menschen ist das Fernsehen ein wichtiges Forum zur politischen Orientierung, sie wünschen sich aber mehr Erklärung, Einordnung und Hintergründe. Dies entspricht auch unserer erklärten Zielsetzung.“

Die repräsentative Studie wurde vom 23. Februar bis 2. März 2011 anhand von Telefoninterviews bundesweit – mit einer Sonderauswertung für Bayern – durchgeführt. Insgesamt wurden 1.001 Bürger befragt, davon 500 in Bayern und 501 in anderen Bundesländern.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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