Medienrecht

BLM schränkt Werbung für Sexspielzeuge ein

Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat die TV- und Radiowerbung für Sexspielzeuge eingeschränkt.

In der Sitzung am 24. Juli 2014 wurde beschlossen, dass in Bayern künftig Werbung für Sexspielzeug und Prostitution grundsätzlich nur noch zwischen 23:00 und 06:00 Uhr ausgestrahlt werden darf.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Diese Entscheidung beruhe auf der Programmverantwortung der Landeszentrale für private Rundfunk­angebote in Bayern nach Art. 111 a Abs. 2 Satz 1 der Bayerischen Verfassung (BV), so die Meldung der BLM. Demnach werde der Rundfunk in Bayern in öffentlicher Verantwortung und in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft betrieben.

Vermehrt sexualisierte Inhalte

Grund für die Entscheidung sei die vermehrte Sexualisierung von Inhalten in den privaten bayerischen Hörfunk- und Fernsehprogrammen. Dies sei sowohl bei regionalen als auch bundesweiten Programmen zu beobachten, so die Meldung weiter. Mittlerweile würden auch Werbespots für Sexspielzeuge und Bordelle im Tagesprogramm ausgestrahlt werden. Darüber hätten sich vermehrt Hörer und Zuschauer beschwert.

Der Medienrat hat nun beschlossen, eine klare und transparente Linie bei der Beurteilung solcher Angebote gegenüber den Anbietern zu vertreten, da sich einige der Inhalte in einer rechtlichen Grauzone bewegen würden, so die Meldung weiter. Zudem befürchtet die BLM, dass für die Sender ein Imageschaden durch die Ausstrahlung dieser Werbespots entstehen könne.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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