Medienrecht

Beck fordert erneut Reduzierung der Digitalkanäle von ARD und ZDF

Die Digitalkanäle von ARD und ZDF stehen seit geraumer Zeit in der Kritik. Ende 2011 hatte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck bereits gefordert, die Anzahl der Kanäle zu reduzieren, der Privatsender RTL hatte gar eine Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Digitalkanäle gefordert. Nun hat Beck seine Forderung, die digitalen Info- und Kulturkanäle aufzugeben, erneut bekräftigt. In der Fachzeitschrift „epd medien“ unterstreicht Beck in einem Gastbeitrag seine Ansicht, ARD und ZDF sollten sich vermehrt auf das gemeinsame Programm Phoenix konzentrieren und Sender wie EinsExtra (ARD) oder ZDFinfo abschaffen, so ein Bericht der „taz“.

„Alles auf einmal geht nicht“, schreibt Beck in seinem Artikel in der „epd medien“. Vor allem die Kulturkanäle ZDFkultur und EinsFestival sind nach seiner Ansicht obsolet: „Es gibt künftig keinen vernünftigen Grund mehr, sich weitere die herausragenden Kultursender Arte und 3sat kannibalisierende öffentlich-rechtliche Kulturkanäle zu leisten“, so Beck. Die geschaffenen Digitalkanäle seien eine unnötige Konkurrenz zu den bereits etablierten Sendern. „Diese Energien sollten besser genutzt werden“, schreibt Beck.

Beck, der auch Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrats ist, sieht einzig ZDFneo als gelungenes Beispiel: „Dieses Programm ist auf sehr gutem Weg. Es erfährt zunehmenden Zuspruch und wird mit der Volldigitalisierung der Satelliten einen weiteren Schub erhalten“, schreibt er. Künftig soll ZDFneo auch Nachrichten senden dürfen, was dem Digitalkanal bislang bislang auf Druck der Privatsender ausdrücklich verboten, so die taz. Nach Ansicht von Beck müssten die Länder bereit sein, diesen „Konstruktionsfehler zu beseitigen.“ Die Digitalkanäle seien damals entstanden, um „die – heute weitgehend abgeschlossene – TV-Digitalisierung fördern“,  nun sei die Zeit „darüber hinweg gegangen“, so der Bericht weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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